Modellversuche dienen der praktischen Erprobung von innovativen Entwicklungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Im Mittelpunkt steht dabei der Transfer von Innovationen in die Praxis. Die Förderung von Modellversuchen einschließlich ihrer wissenschaftlichen Begleitung ist gesetzliche Aufgabe des Bundesinstituts für Berufsbildung.
In der Datenbank von AusbildungPlus befinden sich etliche Zusatzqualifikationen und duale Studiengänge, die im Rahmen von Modellversuchen initiiert wurden. Hier einige Beispiele:
MeisterKompakt ist ein Modellversuch, den die Handwerkskammer Düsseldorf in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) durchführt. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Ziel ist es, Auszubildende mit Fachhochschulreife oder allgemeiner Hochschulreife innerhalb einer verkürzten Zeitspanne zur Meisterprüfung zu führen.
Laufzeit: 9/2005 bis 9/2009
| Anbieter bei AusbildungPlus | Zusatzqualifikation |
|---|---|
| Handwerkskammer Düsseldorf | MeisterKompakt |
mehr Informationen bei der Handwerkskammer Düsseldorf
BLK-Modellversuch im Programm "Weiterentwicklung dualer Studienangebote im tertiären Bereich"
Mit dem Vorhaben wurde das Ziel verfolgt, an der FH Neubrandenburg einen dualen Studiengang "Bautechnik" einzuführen und für einen Zeitraum von 2,5 Jahren zu erproben. Die Absolventen dieses Studiengangs sollten studienbegleitend eine Berufsausbildung durchlaufen und erhielten den Abschluss des Bachelor of Engineering sowie einen Facharbeiterbrief in einem Bauberuf. Zulassungsvoraussetzungen sind die Fachhochschulreife und ein betrieblicher Ausbildungs- bzw. Praktikantenvertrag. In Nebenzielstellungen sollen die Möglichkeiten zur Integration des Erwerbs der Fachhochschulreife in das Ausbildungsmodell untersucht und Informationen zur Entwicklung von Anerkennungs- und Leistungsbewertungsverfahren für eine abgeschlossene nichthochschulische Ausbildung gewonnen werden.
Laufzeit: 1.4.2005 bis 31.3.2008
Der Modellversuch ist beendet und der Studiengang wird nun von der Hochschule in Wismar als dualer Studiengang Bauingenieurwesen angeboten.
| Anbieter bei AusbildungPlus | Studiengang |
|---|---|
| Hochschule Wismar, Fachbereich Bauingenieurwesen | Dualer Studiengang Bauingenieurwesen |
BLK-Modellversuch im Programm "Weiterentwicklung dualer Studienangebote im tertiären Bereich"
Ziel des Modellversuchs war es, einen dualen Studiengang „Bachelor of Engineering, Mechatronik / Automatisierung" als ausbildungsintegrierten Studiengang mit einer Gesamtstudienzeit von 9 Semestern zu entwickeln. Zusätzlich sollte eine curriculare Abstimmung der jeweiligen Ausbildungsabläufe der beteiligten Partner (Ausbildungsbetrieb, Berufsbildende Schule, Hochschule) stattfinden und die Unternehmensstrukturen (KMU, Handwerksbetriebe) in den neuen Bundesländern durch die Schaffung bzw. den Ausbau von Ausbildungsverbünden berücksichtigt werden.
Laufzeit: 1.4.2005 bis 31.3.2008
| Anbieter bei AusbildungPlus | Studiengang |
|---|---|
| Fachhochschule Harz, Fachbereich Automatisierung und Informatik | Dualer Bachelor-Studiengang Mechatronik-Automatisierungssysteme |
Seit dem Wintersemester 2006/2007 bietet die Fachhochschule Harz am Fachbereich Automatisierung und Informatik den entwickelten dualen Studiengang im Regelbetrieb an. Weitere Informationen finden Sie unter www.hs-harz.de
BLK-Modellversuch im Programm "Weiterentwicklung dualer Studienangebote im tertiären Bereich"
Es handelt sich bei dem Projekt um einen Modellversuch zur Entwicklung eines ausbildungsintegrierten hochschulübergreifenden dualen Studienangebotes Informatik, das in innovativer Weise mit der Berufsausbildung zum/zur Fachinformatiker/-in verbunden und verzahnt wird. Das Projekt wird unter Federführung der Hochschule Bremen und der Universität Bremen durchgeführt. Es erfolgt zudem mit Beteiligung der zuständigen beruflichen Schule und in enger Abstimmung mit den ausbildenden Unternehmen. Das Ziel ist, hochschulübergreifend ein ausbildungsintegriertes duales Studienangebot Informatik anzubieten, dass mit den Abschlüssen "Fachinformatiker/-in" (HK-Prüfung) und "Bachelor of Science (BSc)" Informatik (Hochschul- bzw. Universitätsabschluss) abgeschlossen wird. Dieser Modellversuch wurde gemeinsam von Bund und dem Land Bremen gefördert und finanziert. Der entwickelte duale Studiengang Informatik wurde in das Angebot der Hochschule Bremen übernommen.
Laufzeit: 1.4.2005 bis 31.3.2008
| Anbieter bei AusbildungPlus | Studiengang |
|---|---|
| Hochschule Bremen, Fachbereich Elektrotechnik und Informatik |
Duales Studium Informatik |
Alle vom BIBB durchgeführten Modellversuche finden Sie in der MIDo-Datenbank, die sie über folgenden Link einsehen können:
BIBB-Modellversuch
In der ersten Phase des Modellversuchs "Prozessorientierte Berufsausbildung von Konstruktions- und Industriemechanikern durch Zusatzqualifikation", der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, konnte neben der Berufsausbildung im Schulversuch BA / FHSR des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Fachhochschulreife erworben werden. Im Rahmen des Modellversuchs bot die Fachhochschule Stralsund in der zweiten und dritten Phase einen dualen Studiengang an, in den die berufsbegleitende Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister bzw. Handwerksmeister organisatorisch und curricular integriert war. Die Integration prozessorientierter Zusatzqualifikationen in die reguläre Ausbildung zielte darauf ab, den Anschluss an den Strukturwandel der maritimen Industrie und verbundener Maschinenbaubetriebe sicherzustellen. Dabei handelt es sich um informationstechnologische, arbeitsorganisatorische, betriebswirtschaftliche und allgemeinbildende Kompetenzen in den Bereichen Prozesssteuerung, Anlagenoptimierung und Qualitätsmanagement. Träger des Modellversuchs war das IHK Bildungszentrum Rostock. Der Modellversuch wurde fachlich betreut vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Laufzeit: 1.8.1996 bis 31.1.2000
Der Modellversuch wird seit 2001 unter dem Namen „Berufsbegleitende Weiterbildung zum Industriemeister 2000 und Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) am Studienort Betrieb“ weitergeführt.
Laufzeit: 1.5.2001 bis 30.11.2005
| Anbieter bei AusbildungPlus | Zusatzqualifikation |
|---|---|
| Berufliche Schule der Hansestadt Rostock Metalltechnik | Prozessorientierte Berufsausbildung von Konstruktions- und Industriemechanikern durch Zusatzqualifikationen |
BIBB-Modellversuch
Ziel des Modellversuchs war die Erschließung neuer Auszubildendengruppen für die Übernahme von Führungstätigkeiten in Handwerksbetrieben durch Vermittlung von Zusatzqualifikationen in der handwerklichen Ausbildung. Die betrieblichen, überbetrieblichen und schulischen Ausbildungsanteile sollten während der Ausbildung so aufeinander abgestimmt werden, dass Auszubildenden die Möglichkeit eröffnet wird, schon während der Berufsausbildung den Ausbildungsverlauf durch den Erwerb individueller Zusatzqualifikationen mitzugestalten. Der Grundansatz des Ausbildungskonzeptes war die Gestaltung des beruflichen Lernens auf der Grundlage von Lern- und Arbeitsaufgaben, die aus der Praxis der betrieblichen Auftragsabwicklung abgeleitet wurden und Ausgangspunkt für lernortspezifische Ausbildungsanteile waren. Eine Zusatzqualifikation stellte hierbei das erweiterte Allgemeinbildungsangebot durch die Ergänzung des abschlussbezogenen Angebotes „Metallbauer/in“ um die Möglichkeit des integrierten Erwerbs der Fachhochschulreife dar, um für Jugendliche mit mittleren Bildungsabschluss (FOR) ein attraktives Bildungsangebot bereitzuhalten und ihr Interesse für den Ausbildungsberuf „Metallbauer/in“ zu wecken. Weitere Zusatzqualifikationen waren betriebswirtschaftliche Ausbildungsinhalte, wie sie vornehmlich in handwerklichen Klein- und Mittelbetrieben benötigt werden oder die Vertiefung fachlicher Ausbildungsinhalte, wie z. B. der Erwerb zusätzlicher Schweißkenntnisse. Der Modellversuch fand im außerschulischen Bereich der Berufsbildung statt und wurde gefördert durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Laufzeit: 1.8.2000 bis 31.12.2004
| Anbieter bei AusbildungPlus | Zusatzqualifikation |
|---|---|
| Bildungszentrum Handwerk, Duisburg | Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten |
| Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg, Duisburg | Computergestützte Konstruktion (CAD) |
| Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg, Duisburg | Fachhochschulreife |
BIBB-Modellversuch
Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Einzelhandel zielte der Modellversuch auf die Steigerung der Attraktivität beruflicher Bildung auf dem Wege der bedarfsorientierten Zusatzqualifizierung und der Erschließung des Leistungspotentials begabter und leistungswilliger Jugendlicher. Inhaltlich bezogen sich die Zusatzqualifikationen auf die Gebiete der Warenwirtschaft, des Electronic-Commerce und den Ausbau von subjektbezogenen Qualifikationen (z. B. Kommunikations-, Sprach- und Denkfähigkeit) in Richtung Kundenorientierung. Zur Einschätzung der Lernpotentiale der Teilnehmer/innen wurden Assessment-Verfahren eingesetzt. Die Zusatzqualifikationen wurden entweder von den Kammern oder von den Bildungsträgern des Einzelhandels zertifiziert. Der Modellversuch auf betrieblicher Ebene wurde nach Ablauf auf Schulen des Landes Sachsen-Anhalt ausgedehnt und als Schulversuch fortgeführt. Der Modellversuch wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) fachlich betreut. Träger war das Bildungszentrum des Einzelhandels Sachsen-Anhalt.
Laufzeit: 1.11.1998 bis 31.10.2001; nach Ablauf fortgeführt als Schulversuch
| Anbieter bei AusbildungPlus | Zusatzqualifikation |
|---|---|
| Bildungszentrum des Einzelhandels Sachsen-Anhalt, Neu Königsaue | Junior-Führungskraft im Einzelhandel |