Anbieter:
RHEIN-ERFT AKADEMIE GmbH, ein Unternehmen der InfraServ Knapsack, Hürth
Wer fühlt sich bei kleineren Reparaturen nicht zum Heimwerker berufen und greift frei nach dem Motto „Die Axt im Hause erspart den Zimmermann“ zu Hammer und Nagel oder wechselt selbst eine Glühlampe oder Sicherung aus? Aber kaum stehen umfangreichere Arbeiten an, ist schnell der Fachmann gefordert. Egal, ob beim Anschluss des Küchenherdes oder bei der Installation eines Produktionsautomaten die Leitungen geprüft werden müssen.
Was nicht jeder weiß, aber trotzdem möglich ist: Solche fachmännischen Tätigkeiten können nicht nur Elektriker, sondern auch völlig fachfremde Berufspraktiker professionell übernehmen - Tischler, Industriemechaniker oder sogar Chemikanten.
Die Elektrofachkraft als Qualitätsgarant
Damit auch diese Berufsgruppen ebenso hochwertige und sichere Arbeiten ausführen, gibt es die als Weiterbildung anerkannte Zusatzqualifikation zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Das Markenzeichen „Elektrofachkraft“ ermöglicht gewerksfremden Berufsgruppen Montage- und Schaltarbeiten an Anlagen oder Maschinen – von Verkehrsleitsystemen bis hin zu Fertigungsstraßen – die normalerweise nicht zu ihrem Tätigkeitsbereich zählen.
Bedingung ist aber, dass diese Arbeiten mit den eigenen fachlich zusammenhängen und diese wirtschaftlich ergänzen. So kann ein Tischler eine Küche einbauen und direkt verkabeln oder ein Anlagenmechaniker die Gastherme installieren und gleichzeitig anschließen. Das Fachwissen einer Elektrofachkraft verhindert dabei fehlerhafte Elektroarbeiten oder Stromschläge - ganz zu schweigen von den haftungsrechtlichen Problemen, die sich ergeben können.

Foto: Auszubildende schließen Messgeräte an...
Das ist allerdings erst möglich, seitdem die Handwerksordnung und die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften geändert wurden. Der Grund dafür ist der enorme Kostendruck in vielen Betrieben aus Industrie und Handwerk. Denn eigentlich gilt in Deutschland vor allem in der Industrie eine nach wie vor strikte Trennung der einzelnen Gewerke. Diese Regelung erweist sich aber in der betrieblichen Praxis häufig als kontraproduktiv: Schon für kleine Aufträge müssen häufig mehrere spezialisierte Mitarbeiter eingesetzt werden, was für Kunden und Betriebe oft ein Nachteil ist.
Bildungsvorreiter Rhein-Erft Akademie
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Zusatzqualifikation „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ immer mehr an Bedeutung. Aber nicht nur bereits ausgelernten Fachkräften steht diese Qualifizierungsmaßnahme offen, sondern sie ist in vollem Umfang und oft sogar ohne Zeitverlust bereits während der Ausbildung möglich. Diese Chance können leistungsbereite und motivierte Auszubildende vor allem in gewerblich-technischen Berufen nutzen – so zum Beispiel an der Rhein-Erft Akademie in Hürth.
„Kompetenzentwicklung aus praktischer Erfahrung“ hat sich die Akademie auf die Fahne geschrieben und sichert als eine der größten Aus- und Weiterbildungsinstitutionen der Region mit passgenauen Seminaren und Trainingseinheiten das Lernen auf qualitativ hohem Niveau.
Auszubildende können hier am Ausbildungsmodul „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ (EffT) teilnehmen, um für elektrische Arbeiten mit anderen Gewerken „eine Sprache“ zu sprechen und die Arbeiten mit Stromnetz und Leitungen solide und sicher auszuführen. Der Kurs ist modular aufgebaut und passt sich damit optimal an das Kompetenzniveau und die jeweiligen betrieblichen Arbeitsabläufe der Berufsgruppen an. Nach einem nur vierwöchigen Ausbildungsabschnitt sind die Kursteilnehmer bestens gerüstet, um für die theoretische und praktische Zusatzprüfung vor der Industrie- und Handelskammer Köln anzutreten.
Arbeiten unter Hochspannung
Dass Elektroarbeiten immer mit größter Vorsicht durchzuführen sind und Fachkräfte deshalb eine äußerst gründliche Qualifikation benötigen, kann Marcel bestätigen. Er befindet sich im 3. Lehrjahr seiner Ausbildung zum Industriemechaniker und hat sich bei der Rhein-Erft Akademie zur Elektrofachkraft weitergebildet: „Als ich gemerkt habe, was selbst bei einer geringen Stromstärke passieren kann, ist mein Respekt vor Strom noch mehr gestiegen. Da kann ich auch verstehen, weshalb unser Kursleiter so penibel war.“

Foto: ... überprüfen Sicherungen
Ganz oben auf der Kursagenda stehen deshalb Prüfungen der Schutzmaßnahmen nach den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften sowie Erste-Hilfe-Grundlagen. Bei den elektrotechnischen Grundlagenkenntnissen geht es konkret um den Aufbau, die Funktionsweise und die Symbole elektrischer Bauteile und Geräte – was heißt: Kennzeichnungen von Leitungen und Steckvorrichtungen, Lesen von Schaltungsunterlagen, Netzformen von elektrischen Anlagen, Steuerungs- und Installationstechnik, Regelungstechnik und Messtechnik. Damit dies aber nicht nur graue Theorie bleibt, wird in den Werkstätten der Rhein-Erft Akademie praktisch geübt. Die Teilnehmer wechseln beispielsweise Leuchtmittel, Starter und Motoren, messen Temperaturen oder fertigen Schaltkreisskizzen an.
Die zukünftigen Elektrofachkräfte sollen später eigenverantwortlich und fachkundig elektrische Einrichtungen und Betriebsmittel anschließen sowie elektrische Komponenten instand setzen und warten. Dazu gehört natürlich eine exakte Fehleranalyse, welche die Vertrauensleute in Sachen Volt und Watt mit Logik und Fingerspitzengefühl lösen sollen – eine Mischung, die Marcel besonders gefiel: „Mich haben vor allem die Denkaufgaben zu den verschiedenen Schaltungen gereizt. Jedes Problem war eine neue Herausforderung.“
Für die Zusatzqualifikation elektrisiert?
Besonders Auszubildende, die sich früh für eine Weiterbildung entscheiden, können förderliche Pluspunkte verbuchen: Sie nehmen bereits in der Ausbildung Unternehmens-Knowhow mit und steigern durch das Zusatzwissen ihren innerbetrieblichen „Marktwert“. Und nicht zuletzt erkennen sie ihr eigenes Entwicklungspotenzial und den Wert des lebensbegleitenden Lernens. Denn für spätere Weiterbildungen sind elektrotechnische Kenntnisse oft eine wichtige Voraussetzung.

Foto: ... und montieren Installationsschaltungen.
Und nicht nur Jungs „stehen unter Strom“. Auch Claudia hatte schon immer eine Vorliebe für Tüfteleien. Für sie sind die langfristigen beruflichen Perspektiven in ihrem Ausbildungsbetrieb ausschlaggebend: „Als Frau bin ich sowieso schon eine Exotin im Maschinenbau. Und als Elektrofachkraft habe ich jetzt auch noch einen Qualifikationsvorsprung.“ Für Claudia gibt es sogar schon eine konkrete Perspektive. In Zukunft soll der Kundendienst in ihrem Betrieb weiter ausgebaut werden, wo sie mit konkreten Wartungsarbeiten bereits fest eingeplant ist.
Wem als Auszubildenden in einem gewerblich-technischen Beruf nun „die Finger kribbeln“ und wer seinen Ausbildungsbetrieb von der Teilnahme überzeugen möchte, kann sich bei allen weiteren Fragen zu den Inhalten, zum Ablauf und den Konditionen an die Rhein-Erft Akademie wenden.
Kontakt:
Rhein-Erft Akademie GmbH
Ansprechpartner: Markus Thurn
Chemiepark Knapsack
Industriestraße
50354 Hürth
Tel.: 02233 48-6778
Fax: 02233 48-6041
E-Mail: markus.thurn@rhein-erft-akademie.de
Internet: www.rhein-erft-akademie.de
Tipp: Die Zusatzqualifikation „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ ist unter dem Stichwort „Elektrofachkraft“ in der Datenbank von AusbildungPlus mit insgesamt 23 bundesweiten Angeboten dokumentiert und wird außerdem hier als Beispiel kurz dargestellt.