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Ausbildungsangebot des Monats - April 2005

Kooperative Ingenieurausbildung (KIA) Chemieingenieurwesen

Anbieter:
Hochschule Niederrhein in Krefeld

 
 
 
 

Lehre und Studium in “einem Rutsch”

Das Chemieingenieurstudium mit einer Facharbeiterausbildung verbinden, dabei Zeit sparen, um früher zum Karrieresprung anzusetzen? Diese praxisgerechte “Nahtstelle” bietet die renommierte Hochschule Niederrhein mit der Kooperativen Ingenieurausbildung (KIA) im Studiengang Chemieingenieurwesen.

KIA-Teilnehmer können in neun Semestern und anschließender Diplomarbeit gleichzeitig einen Berufsabschluss und den Abschluss als Diplom-Ingenieur/in (FH) erwerben. Alternativ können die Studierenden auch nach viereinhalb Jahren den Grad eines Bachelor of Engineering (BA) erreichen.

Die “Kooperativen” sind eine besondere Kategorie unter den Studierenden: Sie bringen besonders viel Engagement und Arbeitsfreude während des Studiums auf, genießen aber den Vorteil, dass sie “ihre” Betriebe während der Ausbildung und des Studiums besonders gut kennen lernen und in der Regel zu sehr guten Konditionen als junge Ingenieure übernommen werden. Ausbildungsbetriebe, die mit der Hochschule kooperieren, sind beispielsweise die Bayer AG, die Deutsche BP AG oder das Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH in Düsseldorf.

Foto: KIA-Studentinnen im Labor


Die Studieninhalte

Während des Grundstudiums erhalten die KIA-Studenten ein breites Basiswissen in den Fächern Mathematik, Physik, Allgemeine und Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie und Datenverarbeitung. Im Hauptstudium wird das erworbene Wissen entsprechend den Interessen und Fähigkeiten der Studenten in einem Anwendungsgebiet vertieft. Damit das Vertiefungswissen nicht nur theoretisch bleibt, setzen die Studierenden ihre Kenntnisse in praktischen Aufgaben um.

Dabei stehen drei Studienrichtungen zur Wahl:

    * Die Studienrichtung “Angewandte Chemie” mit den Studienschwerpunkten Biotechnologie/Bioinformatik, Organische Chemie/Consumer Products, Instrumentelle Analytik/ Umweltschutzanalytik,
    * die Studienrichtung “Chemische Technologien” mit den Studienschwerpunkten Technische Chemie, Textilchemie, Chemische Umwelt- und Wassertechnologie
    * und die Studienrichtung “Lackingenieurwesen” ohne Schwerpunkt.


Ein ganz besonderes Angebot bietet die Hochschule ab dem nächsten Wintersemester an: Dann können KIA-Interessierte – einmalig in Deutschland - auch die kooperative Ausbildung zum Lackingenieur/in in einem Bachelor-Studiengang wählen. Er soll der Lackindustrie den dringend benötigten qualifizierten Nachwuchs sichern und für die Fachhochschule den Praxisbezug des Studiums erhalten. Wer nach vier Jahren als Lacklaborant/in und Lackingenieur/in mit Bachelor-Abschluss ins Berufsleben tritt, hat gegenüber “normaler” Ausbildung und Studium eineinhalb Jahre eingespart.

Foto: KIA-Studenten im Labor


Die betriebliche Ausbildung

Parallel zum Studium wird die betriebliche Ausbildung zum Chemielaborant/in, Chemikant/in, Lacklaborant/in oder Textillaborant/in absolviert. Für die Ausbildung stehen bis zur Facharbeiterprüfung in der Regel drei Tage in der Woche zur Verfügung. Nach dem Berufsabschluss mit Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer verkürzt sich in der zweiten Ausbildungsphase die praktische Ausbildungszeit um einen Tag. Während der zweijährigen betrieblichen Ausbildung werden neben Fachwissen auch die heute wichtigen “soft skills” wie etwa Teamarbeit und konstruktive Kommunikation vermittelt. Das geschieht durch die aktive Mitarbeit der KIA-Studenten, durch Übernahme persönlicher Verantwortung und durch die Integration in die Arbeitsgruppe. Die Studierenden sollen an betriebspraktische Aufgaben herangeführt werden, die in Übereinstimmung mit den Ausbildungsbetrieben zu wählen sind. Als Assistenten in der jeweiligen Gruppe bzw. Abteilung sollen die Teilnehmer unter Anleitung der Führungskräfte an Sonderaufgaben mitwirken, um Einblick in die jeweiligen betrieblichen Abläufe zu bekommen. Für die Ausbildung in den verschiedenen Bereichen steht insgesamt ein Zeitraum von einem Jahr zur Verfügung.


Berufsfeld

Im Kooperativen Studiengang Chemieingenieurwesen werden Ingenieure für anspruchsvolle Berufsfelder ausgebildet, die eine ausgeprägte chemische und technologische Ausrichtung erfordern. Die hochqualifizierten Absolventen finden ihren Einsatz sowohl in den Betrieben und Laboratorien der chemischen Großindustrie als auch der mittelständischen chemischen und nichtchemischen Industrie wie z. B. die Textilindustrie. Spätere Tätigkeitsbereiche können Forschung und Entwicklung, Produktion, Prüfung und Kontrolle, Anwendungstechnik, Vertrieb oder Service sein. Soweit es sich um einen Einsatz in der Produktion oder in der Prüfung und Kontrolle handelt, führt eine solche Tätigkeit meist zur Position des Betriebsassistenten und zur Leitung von Produktionsabteilungen oder Betriebslaboratorien. Bei einer Tätigkeit in der Anwendungstechnik, im Vertrieb oder Service ist diese auch mit Kundenkontakten im Außendienst verbunden. Dabei sind insbesondere bei Kundenberatungen im Ausland Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

Was fasziniert die KIA-Studenten an der kooperativen Ingenieurausbildung? Wir fragten an der Hochschule Niederrhein nach

Sarah von Franken findet den Wechsel zwischen Theorie und Praxis besonders spannend und interessant. Dagegen genießt Jan Krützkamp eher den finanziellen Aspekt des Studiums. Mit seinem “Lehrlingsgehalt” braucht er sich um Studentenjobs keine Sorgen zu machen. Wegen seines Ausbildungsbetriebes ist Kurt Essmann aus Würzburg von Bayern an den Niederrhein gewechselt und kann jetzt bequem zwischen der Bayer AG in Krefeld-Uerdingen und der Hochschule pendeln. Mit seiner Ausbildung in einem Weltkonzern steht für Kurt außerdem schon jetzt fest, dass er ein Auslandssemester einlegen wird, um internationale Erfahrungen zu sammeln. Die späteren Berufschancen sind für Patrick Weyers ähnlich ausschlaggebend. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage schätzt er sein Bewerberprofil mit einer dualen Ausbildung besser ein.


Ist Chemie Ihr Element? Dann werden Sie KIA-Student!

Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife sollten ein ausgeprägtes Interesse an chemischen Prozessen und ein technisch-physikalisches Verständnis mitbringen. Außerdem werden Verantwortungsbewusstsein, Eigeninitiative und Teamfähigkeit vorausgesetzt.

Das Studium setzt die Einschreibung bei der Hochschule Niederrhein und den Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Betrieb voraus. Die betriebliche Ausbildung richtet sich nach einem Ausbildungsvertrag, für den Hochschule und Industrie- und Handelskammer bestimmte Rahmenbedingungen festgelegt haben.

Bewerbungen um einen Studienplatz im Rahmen der Kooperativen Ingenieurausbildung Chemieingenieurwesen können unmittelbar an die Hochschule Niederrhein gerichtet werden. Bei der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes ist die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein in Krefeld behilflich. Auch Einrichtungen außerhalb des Kammerbezirks können sich an der Ausbildung beteiligen.

Foto: Der Fachbereich Chemie der Hochschule Niederrhein in Krefeld in der ehemaligen Färberei- und Appreturschule (Adlerstraße)

Kontaktadresse:

Hochschule Niederrhein
Studentensekretariat
Reinarzstr. 49
47805 Krefeld
Tel. (0 21 51) 8 22-6 22 oder 8 22-6 26
E-Mail: Studsekretariat@hs-niederrhein.de
Internet: www.hs-niederrhein.de