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Ausbildungsangebot des Monats - Oktober 2004

Ausbildungsintegrierter Studiengang "Augenoptik"

Anbieter: Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (Hochschulstandort Wolfsburg) in Kooperation mit der Augenoptiker-Innung Hannover und der Augenoptikerschule Hankensbüttel des Landkreises Gifhorn

Vielfältig sind die Anforderungen an den Beruf des Augenoptikers. Gespür für modische Aspekte, Gefühl für verschiedene Materialien, Freude am Umgang mit anderen Menschen, aber auch handwerkliches Geschick, ein gewisses technisches Verständnis und Interesse an Mathematik und Optik sollten alle mitbringen, die sich für diesen Beruf interessieren. Ist das persönliche Berufsziel dagegen noch weiter gefasst, möchte man also in der Zukunft eventuell selbstständig einen Betrieb im Augenoptikerhandwerk erfolgreich führen, so ist eine noch umfassendere Ausbildung erforderlich. Diese muss einerseits die über das Maß der Gesellenausbildung hinausgehenden berufsspezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse sowohl theoretischer als auch praktischer Natur vermitteln, andererseits aber auch die zunehmend wichtiger werdenden betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge. Denn erhöhte betriebswirtschaftliche Anforderungen, neue wissenschaftliche Entwicklungen, technischer Fortschritt und die zunehmende Öffnung in Richtung Europa machen auch vor der Augenoptik nicht halt. Vor diesem Hintergrund wurde der neue Studiengang „Augenoptik“ im Jahr 2000 eingerichtet.

 
 
 
 

Vielfältig sind die Anforderungen an den Beruf des Augenoptikers (Logo: Augenoptiker-Innung Hannover). Gespür für modische Aspekte, Gefühl für verschiedene Materialien, Freude am Umgang mit anderen Menschen, aber auch handwerkliches Geschick, ein gewisses technisches Verständnis und Interesse an Mathematik und Optik sollten alle mitbringen, die sich für diesen Beruf interessieren. Ist das persönliche Berufsziel dagegen noch weiter gefasst, möchte man also in der Zukunft eventuell selbstständig einen Betrieb im Augenoptikerhandwerk erfolgreich führen, so ist eine noch umfassendere Ausbildung erforderlich. Diese muss einerseits die über das Maß der Gesellenausbildung hinausgehenden berufsspezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse sowohl theoretischer als auch praktischer Natur vermitteln, andererseits aber auch die zunehmend wichtiger werdenden betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge. Neben diesen erhöhten managementbezogenen Anforderungen machen auch neue wissenschaftliche Entwicklungen, technische Fortschritte und die zunehmende Öffnung in Richtung Europa vor der Augenoptik nicht halt.

Vor diesem Hintergrund wurde der neue Studiengang “Augenoptik” im Jahr 2000 eingerichtet.

Foto: Bibliothek der Fachhochschule in Wolfsburg


Der Studiengang wird vom Fachbereich Gesundheitswesen der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel in Wolfsburg in Kooperation mit der Augenoptiker-Innung Hannover und deren Aus- und Fortbildungszentrum in Hankensbüttel sowie der Augenoptikerschule in Hankensbüttel angeboten. Diese Kooperation ermöglicht ein einzigartiges Modell in Deutschland – die Kombination einer Ausbildung zum/zur Augenoptiker/in inklusive Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer mit einem Studium. Neben einem starken Praxisbezug von Beginn des Studiums an gibt es einen weiteren gravierenden Vorteil. Die gesamte Ausbildungs- und Studiendauer wird auf 4,5 Jahre verkürzt.

Foto: Augenoptikerschule und AFZ in Hankensbüttel

Foto: Werkstatt in Hankensbüttel


Im Studiengang “Augenoptik” in Wolfsburg werden wechselnde Studien- und Ausbildungsphasen miteinander sinnvoll verknüpft. Das heißt, die Studenten halten sich abwechselnd über mehrere Wochenblöcke an der Fachhochschule in Wolfsburg, an der Augenoptikerschule in Hankensbüttel und im Aus- und Fortbildungszentrum der Augenoptiker-Innung Hannover in Hankensbüttel sowie in ihrem Praxisbetrieb auf. Die Inhalte passen sich entsprechend dem fortschreitenden Studium an.

Im 1. bis 4. Semester werden hauptsächlich die Grundlagen vermittelt. Die Studenten erhalten eine erste theoretische Grundbildung in der Augenoptikerschule. Hier werden neben der Optik der Brille, den Grundlagen in Mathematik und Werkstoffkunde unter anderem auch die Fächer Anatomie des Auges, Deutsch und Politik unterrichtet. Im Aus- und Fortbildungszentrum werden in mehrwöchigen Kursen erste praktische Grundkenntnisse vermittelt: Schleifen von Brillengläsern per Hand und mit dem Automaten, Löten von Brillenfassungen, Bearbeitung von Kunststoffen usw. Im augenoptischen Fachbetrieb, in dem der Student seine praktische Ausbildung absolviert, werden weitere Kenntnisse aus der täglichen Arbeit im Fachbetrieb erworben und angewandt. Diese Kenntnisse und Fertigkeiten sind zum Bestehen der Gesellenprüfung notwendig.

Foto: Werkstatt in Hankensbüttel - Arbeit am Schleifautomat


An der Fachhochschule am Standort Wolfsburg werden im Verlauf der ersten vier Semester in mehrwöchigen Phasen weitere Kenntnisse in Mathematik, Physik und Optik in Vorlesungen und Übungen vermittelt. Ein nicht unerheblicher Anteil der Zeit wird zudem für die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen genutzt.

Im 5. Semester ist die Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer abzulegen. Die Studenten sind in dieser Zeit ausschließlich in ihrem Ausbildungsbetrieb tätig und können so ihre theoretischen Kenntnisse in der Praxis anwenden.

Ab dem 6. Semester werden die theoretischen Kenntnisse und die praktischen Fertigkeiten vertieft. Die Optik der Brille, Kontaktlinsenanpassung und Refraktion, also die praktische Bestimmung der Brillenglasstärke, sind einige berufsspezifische Fächer, die gelehrt werden. Die praktischen Fertigkeiten hierzu werden am Aus- und Fortbildungszentrum in Hankensbüttel umfassend geübt. An der Fachhochschule kommen die Fächer Personalmanagement, Qualitätsmanagement und Kosten- und Leistungsrechnung neu hinzu, was die Ausrichtung des Studiengangs in Richtung Betriebsführung mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt verdeutlicht.

Das 9. Semester ist wieder als Praxissemester organisiert. In diesem Semester sollte die Diplomarbeit angefertigt werden. Nach erfolgreicher Diplomprüfung verleiht die Fachhochschule den Titel Diplom-Ingenieur/in (FH). Wer sich dann noch weiterqualifizieren möchte, kann zum Beispiel einen Master of Science (M.Sc.) anschließen.

Steffen Kreikemeier, Student im 5. Semester: “Durch meinen Vater, der sowohl Uhrmachermeister und Hörgeräteakustikermeister als auch Augenoptikermeister ist, kam ich schon früh mit dem Beruf in Kontakt und begann, mich dafür zu interessieren. Der Ausdruck “Augenoptikerhandwerk” sagt schon aus, dass es sich hierbei um einen handwerklichen Beruf handelt, der nicht nur der Theorie bedarf, sondern auch praktischer Tätigkeiten. Diese Verknüpfung ist der Fachhochschule und den Kooperationspartnern gut gelungen. Die Studenten haben nicht so viel Zeit zum Üben im Betrieb wie "normale" Auszubildende, da sie nicht so oft im Betrieb sind. Dies erfordert die Einsicht des Praktikumsträgers, dass die Zeit kostbar ist und gut genutzt werden muss. Die umfangreichen Inhalte des Studiums machen den Studierenden schnell zu einem einsetzbaren Mitarbeiter, der schon als Geselle - der Meister sitzt daneben und überwacht natürlich alles - refraktioniert und weiche Kontaktlinsen anpasst. Die Absolventen sind jung und haben sowohl eine gute theoretische als auch eine gute praktische Ausbildung. Außerdem haben junge qualifizierte Absolventen mit Berufserfahrung einen deutlichen Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt. Die verhältnismäßig kurze Studiendauer unterstützt mich in meinem Vorhaben, danach noch einen vergleichbaren Abschluss in Hörakustik zu erlangen. Allerdings hat diese Verbindung auch seinen Preis. Es gibt keine vorlesungsfreien Zeiten, wie man es von anderen Hochschulen kennt. Gelernt wird abends, aber Urlaub hat man ja auch, dann kann man schon früher anfangen zu lernen.”

Foto: Vorlesung an der Fachhochschule in Wolfsburg


Der Studiengang ebnet nicht nur den Weg in leitende Funktionen eines augenoptischen Betriebes oder in die Selbstständigkeit, sondern bietet auch Jobperspektiven in der Industrie, wo Augenoptiker in der Entwicklung und Produktion von Gläsern, Fassungen und technischen Geräten arbeiten. Nicht zuletzt gibt es Jobs im Vertrieb oder Marketing großer augenoptischer Firmen oder in der Aus- und Fortbildung junger Kollegen.

Zu den Berufsaussichten äußert sich Steffen Kreikemeier: “Die Möglichkeiten der Absolventen sind sehr vielfältig, da ein Studium meiner Meinung nach dazu befähigen soll, flexibel zu sein und die gestellten Aufgaben nicht nur mit dem Erlernten zu erfüllen, sondern auch mit dem, was man noch lernen kann. Der typische Arbeitsbereich der Absolventen ist aus meiner Sicht primär der eines selbstständigen Augenoptikers oder eines Geschäftsführers. Mit diesem Ziel haben die meisten der bisherigen Studierenden diesen Weg gewählt. Viele wissen auch einfach nicht, welche Möglichkeiten sich noch bieten. Mittlerweile haben einige den Reiz der Lehre erkannt und könnten sich gut eine Betätigung in diesem Feld vorstellen. Bezüglich der Lehrtätigkeit an einer Berufsschule fehlt in Niedersachsen allerdings die Möglichkeit zu einem pädagogischen Studium, was nachgeholt werden müsste.”

Die Zugangsvoraussetzungen

Für die Zulassung zum Studium ist die (Fach-) Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss notwendig. Außerdem muss ein Praktikantenvertrag zur studienbegleitenden Durchführung von Praxisanteilen in einem Betrieb des Augenoptikerhandwerks im Umfang von mindestens 80 Wochen abgeschlossen werden. Mit dem wachsenden Bekanntheitsgrad des Studiums Augenoptik an der Fachhochschule in Wolfsburg stellen sich auch immer mehr Praxisträger zur Verfügung, die von der guten Ausbildung der Studenten profitieren wollen. Adressen von Praxisträgern sind über die Augenoptiker-Innung Hannover erhältlich. Ein persönliches Gespräch mit einem potenziellen Praxisträger über die Vorzüge des Studiums ist von Vorteil.

Bewerbungsfristen

Die Aufnahme des Studiums “Augenoptik” ist ausschließlich zum Wintersemester möglich.
Die Anmeldefrist endet jeweils am 15. Juli.

Bewerbungsunterlagen können im Internet unter “www.fh-wolfenbuettel.de” auf den Seiten der Studienberatung heruntergeladen werden bzw. gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags bei folgender Adresse angefordert werden: Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, lmmatrikulationsamt, Salzdahlumer Straße 46/48, 38302 Wolfenbüttel.

Anbieter:

Kontakt

Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Hochschulstandort Wolfsburg
Fachbereich Gesundheitswesen
Rothenfelder Str. 10
38440 Wolfsburg
Fax: (0 53 61) 83-13 02

Frau Prof. Dr. S. Laubin
Dekanin des Fachbereichs Gesundheitswesen
Tel.: (0 53 61) 83-13 00
E-Mail: S.Laubin@fh-wolfsburg.de


Herr Prof. Dr. rer. medic. Ludger Batzdorfer
Studiendekan des Fachbereichs Gesundheitswesen
Tel.: (0 53 61) 83-13 15
E-Mail: L.Batzdorfer@fh-wolfsburg.de
Internet: www.fh-wolfenbuettel.de

 
 

Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
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