Anbieter:
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven
Schnell und intensiv studieren liegt im Trend. Aber in Ingenieurberufen ist oft Praxisnähe gefragt, die das Studium mitunter allein nicht vermitteln kann. Die optimale Lösung bietet die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven im Fachbereich Ingenieurwissenschaften am Standort Wilhelmshaven an: Seit dem 1. August 2001 kann in knapp vier Jahren im Bereich Maschinenbau ein Maschinenbaustudium in den Studiengängen Maschinenbau, Maschinenbau-Informatik und Umweltverfahrenstechnik und gleichzeitig eine Lehre im Fachbetrieb absolviert werden.

Foto: 29 Studierende im Praxisverbund im ersten Theoriesemester
Bei zurzeit über 30 Firmen werden attraktive Ausbildungsplätze in folgenden Ausbildungsberufen vermittelt:
* Industriemechaniker/in
* Zerspanungsmechaniker/in
* Technischer Zeichner/in
* Verfahrensmechaniker/in
* Chemikant/in
* Mechatroniker/in
* Fluggerätmechaniker/in
* Kfz-Mechatroniher/in
* Konstruktionsmechaniker/in
Zwischen dem Betrieb (Praxisträger), dem/der Auszubildenden und der Fachhochschule wird ein Studien- und Ausbildungsvertrag abgeschlossen mit dem Berufsziel: "Diplomingenieur (FH) mit integrierter Berufsausbildung bzw. Berufsweiterbildung". Die Erstausbildung in den Metallberufen erstreckt sich auf normalem Wege über dreieinhalb Jahre, die Regelstudienzeit an Fachhochschulen beträgt vier Jahre. Durch eine optimale Abstimmung der Bildungsinhalte und zeitlichen Abläufe verkürzt sich die Gesamtausbildung im dualen Studienmodell von siebeneinhalb Jahre auf knappe vier Jahre. Der Studiengang integriert sechs Praxisphasen und sechs Semester Theorie, die im Wechsel stattfinden. Nach zwei Jahren wird die Diplomvorprüfung abgeschlossen und nach zweieinhalb Jahren die Prüfung bei der Industrie und Handelskammer bzw. bei der Handwerkskammer abgelegt. Der Studiengang beginnt jährlich zwischen dem 1. August und 1. September.
Studierende berichten über ihre erste Erfahrungen in dem neuen Studiengang:

Frank Antjen: „Nach meinem Abitur begann ich zunächst eine Lehre in einem Fahrzeugbaubetrieb, um daran ein Maschinenbaustudium anzuschließen. Ich hielt es für wichtig, erst eine Ausbildung zu machen und danach zu studieren, da praktische Erfahrung das theoretische Verständnis unheimlich erleichtert. Schon nach wenigen Monaten wurde mir aber klar, dass ich mit Fahrzeugbau nicht ganz die Richtung getroffen hatte, die ich wollte. Die Arbeiten dort begrenzten sich auf Schweißen, Abkanten und Bohren. Wie es der Zufall so wollte, las ich in der Zeitung vom „Studium im Praxisverbund“ in Wilhelmshaven. Ich informierte mich darüber bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Stenkamp und bekam eine Liste mit den beteiligten Firmen ausgehändigt. Es folgten Bewerbungen, worauf ich mit der Zusage der Firma AE Formen- und Werkzeugbau GmbH bei meinem ersten Ausbildungsbetrieb kündigte. Jetzt bin ich seit August 2001 einer von 29 Studenten, die diese Form des Studiums gewählt haben. Und die Begeisterung wächst, denn der Wechsel zwischen Theorie und Praxis macht die Sache sehr angenehm. Positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle besonders die Vergütung, die über die gesamten vier Jahre gezahlt wird. In meinem Betrieb wurde ich sehr freundlich und mit Interesse aufgenommen. Die Ausbildung (zum Zerspanungsmechaniker) lief dort folgendermaßen ab: Ich wurde einer Gruppe von Werkzeugmachern zugeteilt, und lernte bei ihnen zunächst Abläufe, Maschinen und die Firma an sich kennen. Danach arbeitete ich hauptsächlich an einer Dreh- und einer CNC-Fräsmaschine, deren Programmierung ich mir aus Unterlagen aneignen konnte. Hier fertigte ich diverse Prüfungsstücke, aber auch Eigenkonstruktionen wie z.B. eine Zweizylinder-Dampfmaschine. Diese Arbeiten machten sehr viel Spaß und brachten mir eine Menge Erfahrung im Umgang mit Werkzeugen bzw. Werkstoffen. Seit dem 04.03.2002 sitze ich nun mit ca. 50 weiteren Studenten im ersten Theoriesemester. Gerade hier wird immer wieder deutlich, welches Wissen man schon in sieben Monaten Praxis erworben hat, beispielsweise über Passungen oder Eigenschaften von verschiedenen Stählen. Das „Studium im Praxisverbund“ ist meiner Meinung nach ein idealer Weg in das Berufsleben, da es in sehr kurzer Zeit eine sehr kompetente Ausbildung ermöglicht. Ich kann es nur weiterempfehlen.“

Silke von Deetzen: „Ich habe mich entschlossen, nach dem Abitur eine Berufsausbildung im technischen Bereich zu absolvieren. Dabei stand für mich allerdings noch nicht fest, ob ich eine reine Berufsausbildung oder gleich ein Studium anstreben sollte. Als ich von dem dualen Studiengang am Standort Wilhelmshaven erfuhr, erschien es mir als die ideale Lösung. Im Gegensatz zu einer "normalen " Lehre wird man im Praxisverbund einerseits an die Aufgaben des Auszubildenden herangeführt, aber auch gleichzeitig in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule auf das ingenieurmäßige Arbeiten vorbereitet. Ein zusätzliches Plus für diesen Weg der Berufsausbildung scheint mir die Zeitersparnis zu sein, die man im Gegensatz zu einer Lehre mit anschließendem Studium hat. Am 1. August 2001 habe ich das Maschinenbaustudium im Praxisverbund aufgenommen. Meine Ausbildung zur Technischen Zeichnerin mache ich in Varel bei Deharde Maschinenbau. Das Unternehmen fertigt, hauptsächlich unter CNC- Einsatz, Windkanalmodelle und Flugzeugteile. Ein zusätzliches Gebiet ist der Vorrichtungsbau. Nachdem ich in einer Art Praktikum für etwa zwei Monate die verschiedenen Werkstattbereiche durchlaufen habe, bin ich nun an meinem eigentlichen Arbeitsplatz angelangt, dem Computer. Auch meine Ausbildung stützt sich auf die typischen Ausbildungsbereiche des Technischen Zeichners. Dazu gehören unter anderem die Erstellung technischer Zeichnungen anhand von Entwurfskizzen, Beschriftung, Änderung der erstellten Zeichnungen oder schon vorhandener Zeichnungen. Natürlich gehören auch das Plotten, Verwalten und Weiterleiten zu meinen Aufgabenbereichen. Allerdings arbeite ich nicht wie der konventionelle Zeichner mit Zeichenbrett, Tusche, Lineal und Bleistift, sondern mein Hauptarbeitsgerät ist der Rechner. Mit dem Programm Catia erstelle ich 3D-Modelle, mit denen dann die Zeichnungsabteilungen angefertigt werden. Die zu den 3D-Modellen gehörigen Datensätze können in die CNC-gesteuerten Maschinen weitergeleitet werden.
Ich kann ein Studium im Praxisverbund nur empfehlen, da man neben den oben genannten Vorteilen auch noch den Kontakt zu den Arbeitskollegen hat, die einem oft mit ihrer Erfahrung hilfreich zur Seite stehen können. Man lernt den Umgang und die Arbeitsweise im Betrieb schon gut kennen und wird so nach dem Studium nicht ins "kalte Wasser" geworfen.“

Aiko Mork: Ich halte die praktische Ausbildung für eine sehr anspruchsvolle und interessante Erweiterung zum Maschinenbaustudium. Wenn man genügend Interesse an dieser praktischen Ausbildung zeigt, kann man nach meiner Erfahrung in sehr kurzer Zeit folgendes Wissen im KFZ – Bereich erlangen: Bei der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen wird gezielt vorgegangen, mit Köpfchen und Know-how. Um bei modernen mit Elektronik vollgepackten Fahrzeugen durchzusteigen, müssen Geräte eingesetzt werden, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Eine Vielzahl von Systemen steuert heute die Fahrzeugfunktionen, z.B. wird ein Fehler im System durch Diagnose mit mikroprozessorgesteuerten Test- und Prüfgeräten ermittelt. Nur so bekommt man ABS, ASR, "Mehrventiler", Turbos, Schadstoffreduzierung - also modernes Motor- und Antriebsmanagement - in handwerklich gekonntem Griff. Mit dem bloßen Einschalten der Geräte ist die Arbeit aber noch nicht erledigt. Fehler und Defekte müssen behoben werden, durch Reparatur oder Austausch der entsprechenden Teile. Diese anspruchsvolle Technik erfordert handwerkliche Sorgfalt.
Natürlich gehören auch noch diese klassischen Ausbildungsinhalte dazu:
*
* Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen
* Prüfen, Messen, Lehren
* Fügen
* Manuelles Spanen und Umformen
* Instandhalten
* Schweißen
* Elektrotechnik, Elektronik
* Hydraulik, Pneumatik
* Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse
* Demontieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen bei der Instandhaltung von Kraftfahrzeugen
* Warten von Kraftfahrzeugen
* Prüfen, Einstellen und Anschließen von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen sowie elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen
* Prüfen von Abgasen und Einrichtungen zur Emissionsminderung
* Eingrenzen und Bestimmen von Fehlern, Störungen und deren Ursachen
* Instandsetzen von Systemen und Anlagen an Kraftfahrzeugen
* Instandhalten von tragenden und verkleidenden Bauteilen und Baugruppen an Kraftfahrzeugen
* Ausrüsten und Umrüsten mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
* Beurteilen von Schäden an Kraftfahrzeugen
Kontrollieren der durchgeführten Arbeiten unter Einbeziehung angrenzender Bereiche
Wer also Maschinenbau studieren möchte und zusätzlich Interesse an einer solchen praktischen Ausbildung hat, dem kann ich das Studium im Praxisverbund in meiner Kombination nur empfehlen.“
Simone Haupt: “Seit dem 1.08.2001 habe ich eine Ausbildung zur Industriemechanikerin bei der Jos.L. Meyerwerft GmbH, Papenburg begonnen. Diese Ausbildung ist Teil des von mir gewählten Maschinenbau-Informatik Studiums im Praxisverbund am Standort Wilhelmshaven. Ich halte diesen Ausbildungsberuf für eine wichtige praktische Ergänzung zum Studium. Ohne den bisher bekannten Zeitverlust durch eine davor oder danach absolvierte, gesonderte Lehre. Er gibt mir die Möglichkeit, Themen wie z. B. Werkstoffkunde- Gefüge Veränderungen durch Wärmeeinwirkung an realen Situationen zu erleben. Ich werde zu interessanten Aufgaben und Ereignissen hinzu geholt wie z.B. eine Probe- und Überführungsfahrt oder der Inbetriebnahme eines neuen Turbinenantriebs aufgrund der doch häufigen Anwesenheit im Betrieb. Dies kann sicherlich in einem einzigem Praxissemester nicht ermöglicht werden. Ich erhalte ferner eine solide Grundausbildung im normalen Rahmenstoffplan des Ausbildungsberufes. Zu den praktischen Erfahrungen kommen noch weitere Aspekte wie Einblicke in Unternehmensgepflogenheiten und der nicht zu verachtende Zeit- und Erfahrungsvorsprung gegenüber dem normalen Studenten. Dieser Studiengang erfordert sicherlich einiges mehr an Selbstdisziplin und Einsatz. Ich halte also das Studium im Praxisverbund für eine den heutigen Markterfordernissen angepasste und zugeschnittene Möglichkeit, konkreter und praxisbezogener zu studieren.”

Foto: Norwegian Star

Foto: Norwegian Star
Weitere Informationen zum Studium im Praxisverbund erteilt:
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven
Standort WILHELMSHAVEN
Friedrich-Paffrath-Straße 101
26389 Wilhelmshaven
Telefon: (01 80) 56 78 07-22 01
Telefax: (01 80) 56 78 07-26 56Prof. Albert Weisgerber, Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften
Tel. (0 44 21) 9 85 22 30
E-Mail: weisgerber@fbm.fh-wilhelmshaven.deProf. Dr.-Ing. Werner Stenkamp, Beauftragter für das Studium im Praxisverbund für den Maschinenbau
Tel. (0 44 21) 9 85 25 27
E-Mail: stenkamp@fbm.fh-wilhelmshaven.deInternet: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven