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Berufliche Schule der Stadt Rostock Metalltechnik

Vom Facharbeiter zum Meister und Hochschulingenieur
Besonders leistungsfähige und motivierte Auszubildende zum/zur Konstruktions- und Industriemechaniker/in können bei den 25 am Modellversuch "Prozessorientierte Berufsausbildung von Konstruktions- und Industriemechanikern durch Zusatzqualifikationen" beteiligten Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern Karriere machen und in verkürzter Ausbildungszeit (3 Jahre) gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die folgenden Abschlüsse erzielen:
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* Facharbeiter (Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker)
* Fachhochschulreife
Zusatzqualifikation "Produktionsmanagement" (IHK)
Die Koordinierung der 25 am Modellversuch beteiligten Unternehmen wird durch den Leitbetrieb, der MET Motoren- und Energietechnik GmbH in Rostock vorgenommen. Dort werden auch die Zusatzqualifikationen vermittelt.
Zusatzqualifikation Produktionsmanagement
Im Rahmen der dreijährigen Berufsausbildung werden den Auszubildenden unter dem Begriff “Produktionsmanagement” Zusatzqualifikationen vermittelt, deren Inhalte auf die Abläufe im Unternehmen zur Herstellung eines Produktes oder zur Erbringung einer Dienstleistung ausgerichtet sind. Während die Azubis ihren Beruf von der Pike auf kennen lernen, werden sie dazu befähigt, ihr Denken und Handeln an Prozessen zu orientieren und nicht an begrenzten Arbeitsschritten, Teilleistungen und Abteilungsdenken. Ziel ist es, die Auszubildenden zum Mitdenken in größeren Zusammenhängen, zur Übernahme von Verantwortung für den Gesamtprozess, zu ausgeprägten sozialen Verhaltensweisen (z. B. Fähigkeit zur konstruktiven Konfliktbearbeitung) und der Bereitschaft zur ständigen Optimierung der betrieblichen Prozesse zu befähigen.
Inhalte der Zusatzqualifikation “Produktionsmanagement” sind u.a.
* EDV (Datenverarbeitung)
* CAD (Computergestützte Konstruktion)
* CNC (Computergestützte Fertigung)
* Industriebetriebslehre
* Qualitätsmanagement
* Werkstofftechnik
* komplexe Auftragsbearbeitung

Foto: Arbeitsstudium technologischer Unterlagen für das Einsatzgebiet "Antriebsanlage"
Erwerb der Fachhochschulreife
In die berufliche Ausbildung ist der Erwerb der Fachhochschulreife integriert. Die Ausbildungszeit beträgt insgesamt lediglich drei Jahre. Dies ist möglich durch:
* Lernen im Praxisverbund
* optimale Abstimmung der Bildungsinhalte und der zeitlichen Abläufe
* enge Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungspartnern
Die schulische Ausbildung wird in Blöcken an der Beruflichen Schule der Hansestadt Rostock, Metalltechnik durchgeführt.
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Zeitlicher Ablauf |
Berufsausbildung |
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AJ |
Berufliche Schule / Fachoberschule |
Praxis im Betrieb |
Zusatzqualifikation in Verbundausbildung |
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1. AJ |
18 Wochen |
27 Wochen |
7 Wochen |
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2. AJ |
17 Wochen |
29 Wochen |
6 Wochen |
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3. AJ |
18 Wochen |
34 Wochen |
x |
AJ= Ausbildungsjahr

Foto: Arbeitsplatz Schiffsschraube als der Teil der Antriebsanlage, an dem die Azubis eingesetzt werden
Studium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur und Erwerb des Meistertitels
In Abhängigkeit von den betrieblichen Interessen kann im Anschluss an die berufliche Erstausbildung ein gestuftes duales Studium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur an der Fachhochschule Stralsund absolviert werden. Das Studium ist durch den Wechsel von beruflicher Tätigkeit und Studienabschnitten gekennzeichnet und umfasst insgesamt 9 Semester.
Die Teilnehmer arbeiten zunächst acht Monate im Unternehmen und werden anschließend für vier Monate für das Studium an der Fachhochschule Stralsund freigestellt, d. h. von Juli bis Februar eines Jahres arbeiten sie im Betrieb und von März bis Juni studieren sie an der Fachhochschule. In der betrieblichen Phase schließen die Studenten jeweils ein viermonatiges Projekt ab, welches bewertet wird. Das Ergebnis geht zu 50% in die entsprechende Note des Studienfaches ein. So wird die praktische Arbeit im Unternehmen als Studienleistung durch die Fachhochschule anerkannt.
Nach Abschluss des Grundstudiums (3 Jahre) kann mit dem Vordiplom gleichzeitig der Meistertitel (Industrie- bzw. Handwerksmeister) erworben werden. Das Hauptstudium (1 1/2 Jahre) schließt mit dem “Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)” ab. Die Diplomarbeit wird im Unternehmen geschrieben.
Quereinstieg:
Berufserfahrene Facharbeiter bzw. Meister können zum Diplom-Wirtschaftsingenieur qualifiziert werden (Zugangsprüfung erforderlich).
Wie die Auszubildenden den Modellversuch bewerten:

Axel Nawrocik, 16 Jahre alt, befindet sich im 1. Ausbildungsjahr zum Konstruktionsmechaniker Fachrichtung Metall- und Schiffbau, begründet seine Berufswahl folgendermaßen: „Ich habe diesen Berufsweg gewählt, da ich durch die Zusatzqualifikationen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe. Nach meiner Ausbildung, kann ich auch noch meinen Meister machen und studieren. In meinem Unternehmen der Kvaerner-Warnowwerft werde ich in dieser besonderen Lehre praxisnah ausgebildet. Ich werde vertraut gemacht mit vielen technischen Informationen, damit ich Abläufe im Unternehmen verstehen kann. Außerdem habe ich somit die Chance mich in das Unternehmen gut einzuarbeiten und nach Abschluss der Lehre für das Duale Studium übernommen zu werden. Damit hätte ich auch einen festen Arbeitsplatz und wäre mit 24 Jahren Diplom-Wirtschaftsingenieur“.

Der 20-jährige Rene Diederich erlernt zurzeit den Beruf des Konstruktionsmechanikers bei der Rostocker Straßenbahn AG und äußert sich folgendermaßen: „Durch die Verkürzung der Ausbildungszeit auf 3 Jahre habe ich den Vorteil, dass ich das Studium zum Wirtschaftsingenieur ein Jahr eher antreten kann. Zusätzlich zur normalen Ausbildung erlange ich die Fachhochschulreife und erhalte, durch die Besuche der Lehrgänge bei MET GmbH, das Zusatzzertifikat "Produktionsmanagement" von der IHK. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nach Beendigung des Studiums ein wesentlichen Anteil an praktischer Erfahrung mitbringe“.

Auch der 19-jährige Sebastian Schlottmann äußert sich positiv: „Ich mache eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker, Fachrichtung Metall und Schiffbautechnik, mit Führung zur Fachhochschulreife. Durch diese Ausbildung erhoffe ich mir später eine leichtere Jobsuche. Außerdem verkürzt sich die Ausbildung von 3,5 auf 3 Jahre. Durch die Lehrgänge, die bei MET stattfinden, erhalte ich noch ein Zusatzzertifikat "Produktionsmanagement" von der IHK. Nach der Ausbildung hat man noch die Möglichkeit zu einem Studium zum Wirtschaftsingenieur an der Fachhochschule in Stralsund. Dies sind ein Reihe von Vorteilen im Gegensatz zur "normalen" Berufsausbildung“.
Anforderungen an den Bewerber:
Voraussetzung sind ein sehr guter bis guter Realschulabschluss bzw. ein gleichwertiger gymnasialer Abschluss.
Es stehen noch Ausbildungsplätze zur Verfügung, d.h. Ausbildungsbetriebe suchen noch Azubi für diesen besonderen Bildungsgang !
Ansprechpartner für die Berufsbildungsphase:
MET Motoren- und Energietechnik GmbH
Erich-Schlesinger-Str. 50
18059 Rostock
Herr U. Berwald
Tel: (03 81) 5 10 46 92
Fax: (03 81) 5 10 46 93
E-mail: Herr U. BerwaldIndustrie- und Handelskammer Rostock
Ernst-Barlach-Str. 1-3
18055 Rostock
Dr. M. Pellmann
Tel: (03 81) 33 85 16
Fax: (03 81) 33 85 09
E-Mail: Dr. M. PellmannHandwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern
PF 10 12 04
18002 Rostock
Herr Derer
Herr Nolting
Tel: (03 81) 4 54 91 70/1 80
Fax: (03 81) 4 54 91 99Berufliche Schule der Hansestadt Rostock -Metalltechnik-
Heinrich-Heine-Str.28
18119 Rostock
B. Cleven
Tel: (03 81) 5 19 18 52
Fax: (03 81) 5 19 18 53
E-mail: Berufliche Schule der Hansestadt RostockAnsprechpartner für die Studienphase:
MET Motoren- und Energietechnik GmbH
Erich-Schlesinger-Str. 50
18059 Rostock
Herr U. Berwald
Tel: (03 81) 5 10 46 92
Fax: (03 81) 5 10 46 93
E-mail: Herr U. BerwaldIndustrie- und Handelskammer Rostock
Ernst-Barlach-Str. 1-3
18055 Rostock
Dr. M. Pellmann
Tel: (03 81) 33 85 16
Fax: (03 81) 33 85 09
E-Mail: Dr. M. PellmannFachhochschule Stralsund
Zur Schwedenschanze 15
18435 Stralsund
Dr. B. Last
Tel: (0 38 31) 45 67 98
Fax: (0 38 31) 45 65 64
E-mail: Frau Dr. Bärbel Last