Anbieter:
BSA-Akademie Mandelbachtal
Seit 1999 besteht für kaufmännische Auszubildende, die in der Fitness- und Wellnessbranche arbeiten bzw. ihr zukünftiges Arbeitsfeld dort sehen, die Möglichkeit die Zusatzqualifikation “Fitness” zu erwerben. Grundlage hierfür ist eine Rechtsvorschrift der IHK Saarland. Danach haben Azubis, die ihre kaufmännische Ausbildung z.B. in einem Fitness-Club absolvieren, die Möglichkeit an dieser Zusatzqualifikation, die im Fernstudium und in Präsenzphasen bei der BSA-Akademie stattfindet, teilzunehmen. Insgesamt dauert die praxisorientierte Ausbildung drei Jahre.
Zu Beginn der Ausbildung erhalten die Teilnehmer das entsprechende Fernlehrmaterial. Falls beim Durcharbeiten der Unterlagen Fragen aufkommen sollten, kann jederzeit der Fernlehrer bei der BSA kontaktiert werden. Der Lernerfolg wird durch dreitägige Nahunterrichtsphasen für jedes Ausbildungsziel optimiert. Bis auf die Fitness- und Aerobictrainer-B-Lizenz (sechs Monate) dauern alle Lehrgänge drei Monate. Jeder Kursblock endet mit einer schriftlichen Hausarbeit.

Foto: Lernen an der Berufsschule in Saarbrücken. Die Azubis erhalten eine fundierte kaufmännische Ausbildung lernen bei der BSA-Akademie alles über Fitness, Training und optimale Betreuung.
Ausbildungsinhalte:
Die Zusatzqualifikation beinhaltet theoretische und praktische Grundlagenkenntnisse in zentralen Bereichen wie zum Beispiel “Personal und Training” oder “Prävention und Gymnastik”. Dabei können die Schüler/innen zwischen der Kombination Basisstufe I und Spezialisierungsstufe I beziehungsweise Basisstufe II und Spezialisierungsstufe II wählen. Die Basisstufe I umfasst die Inhalte der Fitness-Trainer-B-Lizenz und der B-Lizenz “Verkauf & Service”. Die Fitnesstrainer-B-Lizenz ermöglicht dem Kursteilnehmer, ihm anvertraute Kunden beim Fitnesstraining kompetent zu betreuen.
Die Inhalte der Trainingslehre orientieren sich an den neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und vermitteln ein breites Basiswissen aus Sportmedizin, Gerätehandling und der Ernährung. Da der Mitarbeiter eines Fitnessclubs direkten Kundenkontakt hat und dadurch direkten Einfluss auf den Umsatz des Clubs hat, sind Kenntnisse im Verkauf und Service unerlässlich. In der B-Lizenz “Verkauf & Service” geht es insbesondere darum, wie man sich professionell am Telefon verhält und wie man ein Verkaufsgespräch führt.
Dienstleistung wird ebenfalls intensiv geschult. Dabei kommt es vor allem auf die Integration von Kunden sowie die langfristige Kundenbindung an.
In der Spezialisierungsstufe I lernt man die Grundlagen der Ernährung (Ernährungstrainer) kennen sowie die Umsetzung einer Ernährungsberatung in die Praxis. Dazu passt auch der “Cardiotrainer”, in dem die Teilnehmer lernen, wie man Ausdauerfitnessprogamme zur Gewichtsreduktion erstellt und Cardiofitnesstests durchführt. Das Ausbildungsmodul zum “Wellness- und Gesundheitstrainer” schult das eigenverantwortliche Betreuen von Präventions- und Gesundheitssportlern. Den Teilnehmern werden intensive Kenntnisse zu den Inhalten und zielen von präventivem und gesundheitsorientiertem Training vermittelt. Am Ende der Spezialisierungsstufe I steht die Ausbildung zum Trainer für Sportrehabilitation. Ziel ist, grundlegendes und spezielles Fachwissen zu vermitteln, um ein muskuläres Aufbautraining nach Abschluss der medizinischen Heilbehandlung fachgerecht betreuen zu können.
Während die Basis- und Spezialisierungsstufe I auf den Schwerpunkt “Fitness” ausgerichtet ist, geht es in der Basis- und Spezialisierungsstufe II hauptsächlich um “Aerobic”. In der Basisstufe lernen die Teilnehmer, wie man eigenständig eine Aerobic-Stunde leitet. Weitere Inhalte sind Rhythmusschulung, Grundlagen des Beweglichkeitstrainings sowie Pädagogik und Didaktik.
Wie in der Basisstufe I beschäftigt man sich auch mit den Grundlagen von Verkauf und Service. Die Spezialisierungsstufe II ist dementsprechend darauf ausgerichtet, den Teilnehmer in die Lage zu versetzen, den gesamten Aerobic-Bereich sportlich und organisatorisch zu leiten. Die einzelnen Module heißen: STEP-Trainer, Cardio Trainer Aerobic, Wellness Trainer Aerobic und Aerobicmanager. Die Kurse vermitteln die verschieden Aerobic-Variationen und die Möglichkeiten, sie als Ausdauertraining zur Gewichtsreduktion einzusetzen. Neben dem erfolgreichen Unterrichten aller erforderlichen Sparten gehören Personalmanagement, Marketing und Organisation zu den Management-Aufgaben.

Foto: Die ersten Absolventen haben die schriftliche Prüfung bei der IHK hinter sich. Ende Juni steht noch die mündliche Prüfung an
Die Prüfung:
Am Ende der Ausbildung müssen die Azubis eine schriftliche und mündliche Prüfung bei der IHK-Saarland in Saarbrücken ablegen. In der schriftlichen Prüfung ist bei einer Gesamtdauer von 120 Minuten je eine schriftliche Klausur in den Fächern Trainingslehre (45 Minuten), Sportmedizin (30 Minuten), Wellness/Gesundheit (45 Minuten) abzulegen. Die mündliche Prüfung erfolgt durch ein Kundenberatungsgespräch von höchstens 20 Minuten Dauer in den Gebieten der Trainingsberatung und Information über fachbezogene Leistungsangebote. Der Prüfling soll in diesem Gespräch nachweisen, dass er insbesondere im Verkaufs- und Servicebereich in der Lage ist, entsprechend seinem jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt Kundengespräche systematisch und zielorientiert zu führen.
So urteilen Teilnehmer:
Die erste Klasse von 1999 biegt gerade auf die Zielgerade ein. Am Dienstag den 21. Mai wurde es ernst für die insgesamt 15 Azubis der “ersten Stunde”: Die schriftliche IHK-Prüfung stand an. “Das war ziemlich schwer”, urteilt die Jutta Zang aus Differten, die 1999 über das Berufsinformationszentrum von diesem Angebot gehört hat. “Da ich schon immer Sport zu tun hatte und immer einen abwechslungsreichen Beruf wollte, habe ich sofort gedacht: Das ist es!” Daraufhin hat sich Jutta im Body Fit, einem von Joachim Thiel geführten Fitness Club in Ensdorf beworben und dort auch gleich einen Erstausbildungsplatz zur Bürokauffrau für Bürokommunikation mit der Zusatzqualifikation Fitness bekommen. “Ich habe vor allem auf der Trainingsfläche und an der Rezeption gearbeitet und das hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte die vermittelten Inhalte in meine Arbeit im Fitness-Studio einbeziehen und auch ein paar Dinge in meinem Umfeld verändern.” Mit der Zusatzqualifikation habe sie die Möglichkeit auch in anderen Clubs Fuß zu fassen und sich weiteres Spezialwissen anzueignen, meint Jutta und will sich dementsprechend noch weiterbilden und auch in der Hierarchie weiter nach oben kommen. “Das nächste, was ich in Angriff nehmen möchte ist der Fitnessfachwirt, denn Fitnesstrainer möchte ich nicht mein Leben lang bleiben. Falls ich irgendwann einmal den Club wechsele, möchte ich eine höhere Qualifikation haben und eventuell als Bereichleiterin “Fitness” arbeiten.” Spaß macht der 22-Jährigen vor allem der Umgang mit den Kunden, und da insbesondere die Kunden zum Training zu motivieren und ihnen ein Erfolgserlebnis zu vermitteln.

Foto: Klassensprecherin Daniela Koltzer möchte nach der Ausbildung weiterhin in der Fitnessbranche arbeiten
Direkt nach dem Abitur hat Klassensprecherin Daniela Koltzer mit der Ausbildung begonnen. Daniela arbeitet in dem Homburger Fitness Club “Sports- und Fitnesscenter”. Inhaber ist Stefan Schäfer. “Seit meinem fünften Lebensjahr mache ich Geräteturnen, musste aber leider wegen einer Handverletzung aufhören. Für mich stand schon früh fest, dass ich im Sportbereich arbeiten möchte. Zuerst war ich lediglich Kunde im Club, bis ich durch ein Plakat auf die Ausbildung aufmerksam wurde.” Ein Sportstudium kam für die Homburgerin nicht in Frage. Sie habe sich nicht viel von den Berufsaussichten versprochen und Sportlehrerin wollte sie auf alle Fälle nicht werden.
Bis zu 38 Stunden hat Daniela wöchentlich im Club gearbeitet und das Lernpensum nebenbei absolviert. Bis kurz vor der IHK-Prüfung: Da hat ihr die Clubführung Lernzeiten während der Arbeitszeit eingeräumt. “Ich hatte die Möglichkeit, alle Bereiche im Club kennen zu lernen. Zuerst habe ich auf der Trainingsfläche hospitiert und habe dann alle Stationen durchlaufen. Am liebsten gebe ich Kurse wie Body-Combat oder Bodypump.” Nach der Prüfung möchte Daniela noch eine Weile in ihrem Club arbeiten, weil sie noch nicht ganz genau weiß, was sie später machen möchte.
Die Prüfung an der IHK empfand Daniela ebenfalls als sehr anspruchsvoll, aber auch fair.

Foto: "Mir hat vor allem das Arbeiten auf der Trainingsfläche Spaß gemacht", sagt die 22-jährige Jutta Zang. "Die vermittelten Inhalte der BSA-Kurse konnte ich gut in meine praktische Arbeit umsetzen.
Über die BSA-Akademie:
1983 als privates Bildungsunternehmen gegründet, entwickelte sich die BSA in den vergangenen 19 Jahren zu einem Bildungsträger mit 60 verschiedenen Ausbildungsgängen. Über 50.000 Lehrgangsteilnehmer absolvierten bisher Kurse in Aerobic, Fitness, mentalem Training, Tourismus und Management. Alle BSA-Lehrgänge sind seit 1987 durch die Zentralstelle für Fernunterricht in Köln (ZFU) staatlich geprüft und zugelassen. Hauptsitz der BSA ist Mandelbachtal bei Saarbrücken, weitere Niederlassungen gibt es in Leipzig, Berlin und München. Insgesamt sind 35 Ausbildungsstützpunkte in ganz Deutschland verteilt. Geschäftsführer ist seit 15 Jahren Johannes Marx. Um die Lehrgangsteilnehmer – 2001 waren es über 10.000 – kümmern sich 60 Mitarbeiter fast rund um die Uhr. Seit 1989 verfügt die BSA über Auslandsstützpunkte in Spanien, Ungarn, Luxemburg, Schweiz und Österreich.
Die BSA-Akademie bietet für jedes Anforderungsprofil innerhalb der betrieblichen Praxis eine maßgeschneiderte Ausbildung. Das modulare Kurssystem ist in verschiedene Fachbereiche und Hierarchiestufen gegliedert und umfasst alle Tätigkeitsfelder von Mitarbeitern in Unternehmen der Fitness- und Tourismusbranche.
Neben der neu gegründeten Privaten Berufsakademie im März 2002 hat das Unternehmen 1997 mit dem Fitnessfachwirt IHK und der ebenfalls staatlich anerkannten Zusatzqualifikation “Fitness für kaufmännische Ausbildungsberufe” weitere Ausbildungsstandards in der Fitness- und Touristikbranche gesetzt.
Weitere Informationen unter:
BSA-Akademie
Zentrale Europa
Am Liedersberg 21
66399 Mandekbachtal
Tel. (0 68 03) 9 94 40
Fax (0 68 03) 99 44 10
E-Mail: info@bsa-akademie.de
Internet: www.bsa-akademie.de