Nach der im Dezember 2008 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vorgelegten Analyse ging die Zahl der bundesweit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Zeitraum vom 1.Oktober 2007 bis 30.September 2008 um rund 9.300 auf ca. 616.600 zurück, das sind 1,5 % weniger gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zwar war die Ausbildungsmarktlage für junge Leute besser als 2007, allerdings hielt der 2006 begonnene Aufschwung nicht weiter an.
Ursache dieser Entwicklung war im Wesentlichen der Abbau außerbetrieblicher Ausbildungsplätze in Ostdeutschland. In Westdeutschland hingegen stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge noch einmal leicht an. Trotz der demografisch bedingten Entspannung war es auch 2008 für viele Jugendliche schwierig, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden.
Manfred Kremer, Präsident des BIBB, appelliert an die Unternehmen, trotz der schlechten konjunkturellen Aussichten für 2009 und der ungünstigen demografischen Entwicklung, sich weiter für die Ausbildung zu engagieren und Weitsicht walten zu lassen, um für eine Erholung der Konjunktur gerüstet zu sein.
Pressemitteilung des BIBB vom 19.12.08