Das Bundeskabinett hat am 9. Mai den Berufsbildungsbericht 2012 verabschiedet. Der Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) - ergänzt durch den Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) - zeigt, dass sich die Ausbildungslage für junge Menschen in Deutschland weiter leicht verbessert hat. Danach stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2011 um knapp zwei Prozent auf 570.140, also um 10.180 im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ging die Zahl der Ausbildungsverträge bei der außerbetrieblichen Ausbildung um ein Viertel zurück.
Es zeigte sich aber, dass viele Betriebe Schwierigkeiten haben, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Auch die doppelten Abiturientenjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht konnten diesen Trend nicht stoppen. So blieben im Berichtsjahr fast 30.000 Ausbildungsstellen in den Unternehmen unbesetzt. Die Gründe hierfür liegen nicht nur im demografischen Wandel, sondern auch in fehlenden oder unpassenden Qualifikationen der Schulabgänger/-innen.
Aber auch aus der Sicht des BIBB ist die Lage für die Jugendlichen erfreulich. Mit seinem Datenreport prognostiziert es für den Ausbildungsstellenmarkt im Herbst 2012 leichte Zuwächse bei den Ausbildungsplatzangeboten und den neuen Ausbildungsverträgen und zugleich einen geringfügigen Rückgang der Bewerberzahl.Von einem generellen Bewerbermangel zu sprechen, hält der Präsident des BIBB, Prof. Esser, zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht für gerechtfertigt.
Pressemitteilung des BMBF zum Berufsbildungsbericht 2012
Pressemitteilung des BIBB zum Datenreport 2012