Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Februar 2012 die Trägerschaft für die neue Phase der Initiative ANKOM "Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung" mit 20 Projekten übernommen. Hierzu sagte der Präsident des BIBB, Prof. Friedrich Hubert Esser: "Die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung ist eine wichtige Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung einer Berufsausbildung und damit zur Fachkräftesicherung".
Es handelt sich um eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), um den Zugang von beruflich Qualifizierten an die Hochschulen zu fördern. Die Rahmenbedingungen für die Studienaufnahme von Berufstätigen sollen verbessert werden können. Dazu werden bis Ende 2014 Studienorganisation, Lehrmethoden, Beratung, Coaching sowie Fortbildungen untersucht. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere Information und Beratung von interessierten Berufstätigen, die Möglichkeiten der Verzahnung von beruflichen und hochschulischen Bildungsmaßnahmen sowie duale Studienangebote.
Um die Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge ging es in der ersten Förderphase der Initiative. Es wurden Modelle entwickelt, mit denen berufliche Qualifikationen für das Studium - pauschal oder individuell - anerkannt werden, die mittlerweile an einigen Hochschulen eingeführt sind. Auf dieser Grundlage sollen in der aktuellen Förderphase die Rahmenbedingungen sowie unterstützende Maßnahmen für ein erfolgreiches Studium unter Berücksichtigung der besonderen Lebensumstände bereits Berufstätiger entwickelt werden. Diese Prozesse erfolgreich zu gestalten, ist ein anspruchsvolles bildungspolitisches Ziel. Dies gilt erst recht, wenn das Studium neben der Erwerbs- oder Familienarbeit machbar sein soll.
Pressemitteilung des BIBB vom 09. Februar 2012