Die Zahl der Stipendien, mit denen Studierende in Deutschland von der Bundesregierung unterstützt werden, hat sich innerhalb von sechs Jahren mehr als verdoppelt. Erhielten noch 2005 rund 16.400 meist junge Menschen ein Stipendium, waren es 2011 bereits rund 37.000.
2011 kam das neu aufgelegte Programm Deutschlandstipendium hinzu. In ihm fördert die Bundesregierung Studierende, die eine besondere Leistung erzielt haben. Dabei werden beispielsweise auch die Überwindung besonderer biografischer Hürden oder soziales Engagement gewürdigt. Das Deutschlandstipendium beträgt 300 Euro monatlich, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Es wird nicht auf das BAföG angerechnet. Zur einen Hälfte zahlt der Bund, zur anderen Hälfte wird das Stipendium von privater Seite getragen – etwa von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen wie z.B. Alumni. Die Hochschulen haben bisher etwa 10 Millionen Euro von privater Seite eingeworben.
Und hier sind die Probleme zu finden, die eine bessere Ausschöpfung des Programms noch ermöglichen. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, gesteht Anlaufschwierigkeiten beim Aufbau einer neuen Stipendienkultur zu. In Deutschland seien Leute eher bereit, für irgendwelche Katastrophen zu spenden als in den Bildungsbereich. „Aber es braucht auch Strukturen, man muss also tatsächlich eine Einheit aufbauen in einer Hochschule, die sich intensiv darum bemüht." (Deutsche Welle)
Rund 5.500 Stipendien wurden seit Beginn des Programms zum Sommersemester 2011 geschaffen.
Mehr dazu beim BMBF und bei Deutschland-Stipendium.