Im Jahr 2009 wurden 36.000 Schülerinnen und Schüler an 1.466 Schulen in allen Bundesländern getestet, pro Schule jeweils eine komplette 9.Klasse. Berücksichtigt wurden alle Schularten und Bildungsgänge des allgemein bildenden Schulsystems. Grundlage der Untersuchung war der bundesweit geltenden Referenzrahmen der Kultusministerkonferenz (KMK) für die Kompetenzentwicklung in ausgewählten Fächern. Getestet wurden in diesem Fall die Lesekompetenz sowie das Hörverstehen in den Fächern Deutsch und der ersten Fremdsprache Englisch bzw. Französisch. In Deutsch wurde außerdem die Orthografie geprüft.
Zu den Ergebnissen der Erhebung sagte Prof. Hans Heinrich Driftmann, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, dass offensichtlich auch zehn Jahre nach PISA das deutsche Schulsystem noch nicht besser geworden sei. Mit 20 Prozent sei die Gruppe der Jugendlichen, die am Ende ihrer Schulzeit kaum lesen könnten, immer noch viel zu groß. Sie hätten aufgrund dieses Bildungsdefizits große Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auch die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern seien weitgehend unverändert geblieben.
Stellungnahme der Kultusministerkonferenz dazu hier.