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Newsbeitrag

28.01.2010 - Warum scheitern so viele Studierende beim Bachelor-Studium?

Die vorgelegte Untersuchung der HIS GmbH liefert repräsentative Daten zu den Ursachen und Motiven des Studienabbruchs in den Bachelor-Studiengängen an deutschen Hochschulen.
Während die neue Studienstruktur zum Beispiel in den Sprach- und Kulturwissenschaften bisher zu einer spürbaren Abnahme des Studienabbruchs beigeträgt, hat sich die Situation insbesondere in den Ingenieur- und Naturwissenschaften zum Teil sogar noch verschärft. Die Studie möchte gerade wegen der ungleichartigen Entwicklungen die Ursachen für einen Studienabbruch genauer beleuchten. Danach sind insbesondere Leistungsprobleme und mangelnde Motivation für den Studienabbruch im Bachelorstudium verantwortlich.
Im Studienjahr 2008 hat die HIS GmbH 2.500 Studienabbrecher an 54 Universitäten und 33 Fachhochschulen zu den Hintergründen ihrer Entscheidung befragt. Die nun vorgelegten Ergebnisse liefern Antworten auf die Frage, welchen Einfluss die neu eingeführten Bachelorstudiengänge im Vergleich zu den traditionellen Studiengängen auf die Ursachen haben, die zum Studienabbruch führen.
Drei Motive stehen dabei gegenwärtig im Vordergrund. 20 Prozent  aller befragten Studienabbrecher fühlen sich den Anforderungen des Studiums nicht gewachsen und geben daher Leistungsprobleme als Grund für den Studienabbruch an. Zählt man die 11 Prozent derer hinzu, die wegen nicht bestandener Prüfungen abbrechen, so scheitern 31 Prozent der Studienabbrecher wegen Überforderung. Probleme bei der Studienfinanzierung führten für 19 Prozent der Befragten zum Studienabbruch. Dahinter verbergen sich auch Schwierigkeiten, eine notwendige Erwerbstätigkeit mit dem Studium zu verbinden. Von ähnlich großer Bedeutung (18 Prozent) ist das vorzeitige Beenden des Studiums aufgrund mangelnder Motivation. Diese Studierenden haben sich mit falschen Erwartungen an die fachlichen Inhalte und die Bedingungen und Anforderungen des Studiums immatrikuliert. Die genannten drei Motive geben den Ausschlag für mehr als zwei Drittel aller Studienabbrüche.


Weitere Informationen und ein Download der Studie finden Sie hier: