In Deutschland gibt es rund anderthalb Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, die keinen Berufsabschluss haben, das sind rund 15 Prozent aller jungen Leute. Schlechte Bildungsvoraussetzungen und besondere Lebensumstände sind die Gründe auf Seiten der Betroffenen. Andererseits ist auch die Zahl der voll qualifizierenden Ausbildungsplätze zu gering. Daher landen diese jungen Leute im sogenannten Übergangssystem, d.h. in einer Phase zwischen Schule und Ausbildung, was oftmals in eine Sackgasse führt und eine Teilnahme am qualifizierten Erwerbsleben unmöglich macht. Das und die Folgen der demografischen Entwicklung werden schon bald zu einem eklatanten Mangel an Fachkräften führen, den sich eine Volkswirtschaft eigentlich nicht leisten kann.
Diese Ursachen genauer zu untersuchen, war der Anlass für eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung ( FES). Ein ganz wesentlicher Grund für dieoben genannte Entwicklung liegt danach auch in den gravierenden Mängeln der Ausbildungsbilanzierung und dem daraus resultierenden fehlenden Handlungsdruck, die Situation zu ändern und mehr voll qualifizierende Ausbildungsplätze zu schaffen.
Dies und anderen Ergebnisse der Studie, die Handlungsempfehlungen gibt und ein interessantes Glossar enthält, wurde kürzlich veröffentlicht :