Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebene Untersuchung zu Studiengebühren in Deutschland, die vom durchgeführt Hochschulinformations-System (HIS) wurde, belegt, dass Studiengebühren nicht die alleinige Ursache sind, warum junge Menschen auf ein Studium verzichten.
Bei der repräsentativen Befragung von rund 5.240 Abiturienten und Fachabiturienten zu deren Studienplänen aus dem Jahr 2006 zeigte sich, dass 1,4 Prozent der Studienberechtigten aufgrund von Studiengebühren kein Studium beginnen; weitere 3 Prozent waren sich noch unsicher.
Die Entscheidung gegen ein Studium hat laut der Studie von HIS viele Ursachen. Ein Großteil der Befragten äußerte den Wunsch entweder "möglichst bald selbst Geld zu verdienen" oder "lieber einer praktischen Tätigkeit nachgehen" zu wollen.
Bei den Motiven der Hochschulwahl geben 43 Prozent der Studienberechtigten an, dass Studiengebühren ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl sind. Sechs Prozent der Studienanfänger geben explizit an, dass sie ihre Hochschule bewusst deshalb gewählt haben, weil diese keine Studiengebühren erhebt. Eine große Mehrheit der Studierenden (74 Prozent), die an einer Hochschule studieren, die Studiengebühren erhebt, erwartet deutliche Verbesserungen der Studienbedingungen.
Pressemitteilung des HIS