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Newsbeitrag

30.10.2008 - Bildungsgipfel in Dresden: Ziel erreicht?

Der lange angekündigte Bildungsgipfel fand am 22.10.08 in Dresden statt. Bundeskanzlerin Merkel hatte im Juni 2008 in einer Festrede die "Bildungsrepublik Deutschland" ausgerufen und damit die Bildung zur Chefsache erklärt. Bereits vor dem Gipfel wurden von nahezu allen Interessengruppen Forderungen an die Kanzlerin gerichtet; das Treffen dauerte drei Stunden und fand einen ernüchternden Niederschlag in den Medien.

Nach Verhandlungen der Bundeskanzlerin mit den 16 Länderchefs wurde als neues Ergebnis in der "Dresdner Erklärung" bekannt gegeben, dass bis zum Jahr 2015 die Ausgaben für Bildung und Forschung von derzeit 8,9 Prozent auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht werden sollen (3 Prozent für Forschung, 7 Prozent für Bildung); das bedeutet in Zahlen 20 bis 25 Milliarden Euro jährlich zusätzlich. Eine Strategiegruppe soll bis Oktober 2009 Vorschläge machen, wie diese Lasten zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden sollen.

Medien, Politiker und Politikerinnen, Bildungs- und Wirtschaftfachleute kritisieren einhellig, dass damit eigentlich kein konkretes Ergebnis erreicht worden sei, und dass die übrigen verkündeten Beschlüsse bereits in der Qualifizierungsoffensive des Bundes enthalten und zum Teil schon umgesetzt seien.

Deutschland wird Bildungsrepublik
Interview mit Prof. Klaus Klemm (Bildungsforscher an der Universität Duisburg-Essen)