"Deutschland spart bei Bildung"! "Verheerende Job-Chancen für deutsche Hauptschüler"! "Wertlose Abschlüsse"! So und ähnlich lauten die Überschriften in den Printmedien, die das Erscheinen des zweiten nationalen Bildungsberichts am 12.6.2008 kommentieren.
Das Deutsche Institut für Pädagogische Einrichtungen, das Deutsche Jugendinstitut, das Hochschul-Informations-System, das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen sowie die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben gemeinsam die relevanten Daten erhoben und ausgewertet. Während die Bundesministerin für Bildung und Forschung auf die Errungenschaften und Fortschritte der letzten Jahre hinweist, weiteren Handlungsbedarf in vielen Bereichen durchaus thematisiert, interpretiert die Presse den Bericht eher negativ.
Hauptsächlich die schlechten Chancen der Hauptschulabgänger und der Migrantenkinder werden angeprangert; weitere Kritikpunkte sind unverändert die frühe Aufteilung der Kinder auf die weiterführenden Schulen, fehlende Pädagogen, gekürzte Weiterbildung, zu wenig Bildungsausgaben und die mangelhafte Vorbereitung auf die duale Berufsausbildung.
Der Bericht ist eine wichtige Grundlage für den "Bildungsgipfel", der im Herbst 2008 die Regierungschefs von Bund und Ländern an einen Tisch bringen soll.
Quellen:
"Handelsblatt" vom 12.6.08 "Deutschland spart bei Bildung"
"Die Welt" vom 12.06.08 "Verheerende Chancen für deutsche Hauptschüler"
"Süddeutsche Zeitung" vom 13.06.08 "Wertlose Abschlüsse"
Mehr Informationen unter:
Pressemitteilung des BMBF vom 12.06.2008