Der Berufsbildungsbericht 2008 hat es belegt: Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge erreichte im Herbst 2007 mit 620.000 den zweithöchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Der allgemeine Fachkräftemangel bei gleichzeitig gesteigerter Auftragslage veranlasste die Betriebe, mehr in die Auszubildenden zu investieren, nicht nur in die Gehälter, was es ihnen natürlich leichter machte, qualifizierte Bewerber zu finden, sondern auch in die zusätzlich anfallenden Kosten für Ausbildungspersonal und Lehrmaterial. Insgesamt also eine erfreuliche Lage für die Auszubildenden.
Die Gehälter unterschieden sich allerdings je nach Beruf, Branche und Region, so dass nicht alle Azubis gleichermaßen hiervon profitierten. Durchschnittlich stiegen die Ausbildungsvergütungen 2007 im Vergleich zu 2006 in Westdeutschland monatlich um 2,4 % auf 644 €, in Ostdeutschland im selben Zeitraum um 2,8% auf 551 €.