Die "grünen" Berufe haben durch die gesellschaftliche und politische Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung einen neuen Stellenwert erhalten. Die Beispiele zeigen drei Möglichkeiten, sich über die normale Ausbildung hinaus zu qualifizieren.
Seit einigen Jahren bieten bestimmte Gartenbaubetriebe aller Ausbildungsfachrichtungen (Zierpflanzenbau, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsgärtner, Baumschulgärtner, Staudengärtner, Gemüsebau, Obstbau) eine Ausbildung unter der Ausbildungsinitiative Top Ausbildung Gartenbau T•A•G in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg an. Die Initiative steigert die Attraktivität der Ausbildung durch Engagement von Ausbildenden bzw. Ausbildungsbetrieben.
In der Landwirtschaft vollzieht sich ein Imagewechsel. Zunehmend engagieren sich kreative und hoch qualifizierte Landwirte, die einen Agrarbetrieb managen, hohe Produktqualität liefern und dabei den Umweltschutz im Blick haben. Seit dem Ausbildungsjahr 2005 gibt es in Thüringen die bislang erste Qualifizierungsoffensive ihrer Art. Angehende Landwirte/-innen können parallel zu ihrer Ausbildung die allgemeine Hochschulreife erwerben. Damit stehen ihnen alle Wege der beruflichen Höherqualifizierung offen.
Der Mischfutterlehrgang wird in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Futtermittelindustrie in Bonn durchgeführt. Durch die überbetriebliche und stets aktuelle Ausbildung entwickelt sich bei den jungen Leuten ein besseres Verständnis für den Berufsstand und macht Mischfutterproduktion und -vertrieb noch attraktiver. Der Förderlehrgang hat folgende inhaltliche Schwerpunkte: Agrarmarktkunde, berufsständische Themen, europäische Agrarpolitik, Funktion einer Warenterminbörse, Zusammenstellung und Vertrieb von Mischfutter u.v.a.