Hier finden Auszubildende in den Berufen Maler und Lackierer, Tischler, Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer Angebote für passende Zusatzqualifikationen.
Malerbetriebe können viel mehr als die meisten wissen. In der Öffentlichkeit wird der Beruf des Malers und Lackierers häufig auf das Kleistern und Anstreichen reduziert, obwohl gerade dieser Handwerksberuf eine Fülle an kreativen Möglichkeiten zulässt und eine enorme Bandbreite an Tätigkeitsfeldern aufweist. Ob Neubau, Denkmalschutz oder Fahrzeuge: Maler und Lackierer haben ein besonderes Händchen für Farbe und beherrschen anspruchsvolle Spezialtechniken, um verschiedene Oberflächen individuell und ganz nach Kundenwunsch zu gestalten, zu verschönern und zu erhalten.
Gute Gestaltung ist und war schon seit jeher für das Handwerk von zentraler Bedeutung. Sie ist kein Zufallsprodukt, sondern folgt bestimmten Regeln und ist vermittelbar und erlernbar. So sichert die Gestaltungskompetenz der Mitarbeiter/-innen in Handwerksbetrieben auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit. Die Zusatzqualifikation Gestaltung im Handwerk für Auszubildende (Holzmechaniker/-innen, Maler/-innen, Lackierer/-innen, Tischler/-innen) geht über das im Berufsschulalltag vermittelte Wissen hinaus. Ziel ist es, durch den freiwilligen Zusatzunterricht Grundlagen für die Beurteilung gestalteter Objekte zu schaffen, zudem die Schülerinnen und Schüler in gestalterischen Fragen zu sensibilisieren, besser zu qualifizieren und die Fähigkeit zu fördern, in einem Betrieb selbst gestaltend mitwirken zu können. Dabei können persönliche Entwicklungschancen erkannt und das Selbstbewusstsein für die eigene Ideenentwicklung gestärkt werden.
Die Bauwirtschaft in Deutschland ist und bleibt ein bedeutender Wirtschaftszweig. Auch wenn aktuelle Konjunkturdaten nicht ganz optimistisch stimmen, der Bedarf an sehr gut ausgebildeten Bauleuten in den Berufen Maurer/-in, Beton- und Stahlbetonbauer/-in und Zimmerer/Zimmerin wird steigen. In der Bauwirtschaft beginnt ein großer Generationswechsel. Ab 2004 fehlen jährlich über 1000 Bauingenieurabsolventen in Deutschland. Ebenso wichtig ist die Ausbildung von Meistern, die die Unternehmensnachfolge antreten können. Der doppelt qualifizierende Bildungsgang Berufsausbildung mit Fachhochschulreife eröffnet den Absolventen Karrierewege für mittlere und höhere Führungsfunktionen in der Baubranche