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Newsbeitrag

15.03.2012 - Neue Studie belegt Fachkräftemangel in Pflegeberufen

Angebot und Nachfrage an Fachkräften in den Pflegeberufen sind zur Zeit ein viel diskutiertes Thema. Das Problem, vergleichbare Zahlen als Grundlage für die gegenwärtige gesellschaftliche und politische Diskussion zu erhalten, liegt in der Vielzahl und der Unterschiedlichkeit der Erhebungen in diesem Sektor. Zuverlässige Daten als Ausgangslage für Prognosen sind nicht verfügbar, da sich die vorliegenden Statistiken nicht nur in der Methodik der Befragung unterscheiden, sondern oft genug auch zu wenig differenziert sind, zu ungenau, bzw. auf Schätzwerten beruhen.

Dies war der Anlass für eine Studie im Auftrag des Deutschen Pflegerats, die versucht, die verfügbaren amtlichen „Teilstatistiken“ - Krankenhausstatistik, Statistik der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Pflegestatistik, Gesundheitspersonalrechnung und Arbeitsmarktstatistik - zusammenzuführen. Sie erschien im Januar 2012.
Die Studie ergab u.a., dass die Zahl beim Pflegepersonal (für 2009 ca. 1,21 Mio. Beschäftigte) niedriger und die Zahl der Pflegefachkräfte (für 2009 ca. 820.000 Beschäftigte) sogar deutlich niedriger ist als bislang angenommen, womit eine zuverlässigere Datengrundlage für die weitere Diskussion geschaffen wurde.

Ein  überproportionaler Zuwachs bei  der Teilzeitbeschäftigung sowie ein Strukturwandel  innerhalb der Pflegeberufe wurde deutlich erkennbar. Des Weiteren bestätigen die ausgewerteten Zahlen, dass die Krankenhäuser unverändert die wichtigsten Arbeitgeber sind. Die Studie empfiehlt, den Blick stärker als bisher auf die Arbeitsbedingungen und die Struktur des Arbeitsplatzangebotes zu richten.

Studie "Beschäftigte und Beschäftigungsstrukturen in Pflegeberufen" im Auftraf des Deutschen Pflegerates


 
 

Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
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