Die Anzahl der Unternehmen, die in Zusammenarbeit mit einer Hochschule oder Berufsakademie duale Studienplätze anbieten, ist rasant gestiegen. Im Jahr 2011 gab es im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 46 % auf über 40.000 solcher Angebote von Unternehmen, die damit duale Studienplätze für über 61.000 Studierende bereitstellen. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Auswertung der Datenbank AusbildungPlus.
Verließen vor zehn Jahren noch rund 220.000 Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildende Schule mit einer Studienberechtigung, so werden dies 2011 bis 2013 pro Jahr jeweils über 300.000 sein. Grund hierfür sind unter anderem die doppelten Abiturjahrgänge in Ländern wie Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Verstärkt wird dieser Anstieg noch durch die Aussetzung der Wehrpflicht. Die Hochschulen stehen damit vor einer großen Herausforderung. Während diese an ihre Grenzen stoßen, suchen Betriebe händeringend leistungsstarke Auszubildende, um ihren künftigen Fachkräftebedarf und betrieblichen Führungsnachwuchs zu sichern.
Stefan Mappus, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, und Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), haben heute auf der Bildungsmesse "didacta" in Stuttgart sechs Preisträger mit dem "Weiterbildungs-Innovations-Preis 2011" des BIBB ausgezeichnet. Mit dem WIP würdigt das BIBB in diesem Jahr bereits zum elften Mal zukunftsweisende Projekte und Initiativen, die sich mit ihren innovativen Konzepten um die berufliche und betriebliche Weiterbildung verdient gemacht haben. Mit der Auszeichnung ist eine Geldprämie in Höhe von jeweils 2.500 Euro verbunden.
688 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2010 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich im Durchschnitt um 1,3 % und damit deutlich geringer als im Jahr 2009 mit 3,3 % (siehe Schaubild 1). Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2010 bei 678 € pro Monat und damit um 1,8 % über dem Vorjahreswert von 666 €. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2010.