Immer weniger junge Menschen im Alter von 16 bis 19 Jahren verlassen die Schule, seit 2005 geht ihre Zahl kontinuierlich zurück. Folge: Die Chancen der Jugendlichen auf eine volle berufliche Qualifizierung verbessern sich, die Zahl der Schulabgänger/-innen, die zunächst keinen Ausbildungsplatz finden und als Übergang teilqualifizierende Angebote wahrnehmen, sinkt.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) suchte erstmals mit einem Schreibwettbewerb authentische Erfahrungsberichte von Auszubildenden und Studierenden, die interessierten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Einblicke in den Ausbildungsalltag und Eindrücke von Gleichaltrigen aus erster Hand zu gewinnen. Am 14. September überreichte BIBB-Präsident Manfred Kremer in Bonn auf der „Vocatium Rhein-Sieg“, der Fachmesse für Ausbildung und Studium, die Preise für die prämierten Beiträge.
Betriebe und Unternehmen sehen auch in Zukunft einen hohen Bedarf an attraktiven Ausbildungsangeboten mit Zusatzqualifikation sowie an dualen Studiengängen. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter mehr als 400 Unternehmen im Rahmen des Projekts "AusbildungPlus".
Bereits in der Ausbildung "eigenes Geld" zu verdienen, stellt für junge Menschen einen Pluspunkt der dualen Berufsausbildung dar und beeinflusst oftmals ihre Bildungsentscheidung. Allerdings sind viele Auszubildende mit der Höhe ihrer Ausbildungsvergütung nicht zufrieden: zwei von drei Auszubildenden empfinden ihre Vergütung als zu niedrig.
AusbildungPlus sucht Erfahrungsberichte zu Ausbildungsangeboten mit Zusatzqualifikation und dualen Studiengängen. Es winken attraktive Geldpreise für authentische Einblicke von Studentinnen und Studenten, die ein duales Studium absolvieren oder vor kurzem abgeschlossen haben und Auszubildenden, die eine Zusatzqualifikation erwerben oder abgeschlossen haben.
679 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2009 durchschnittlich in Westdeutschland. In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2009 um 4,9 % auf durchschnittlich 595 € im Monat - und somit wesentlich stärker als im Jahr zuvor (2,9 %). Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2009 bei 666 € pro Monat und damit um 3,7 % über dem Vorjahreswert von 642 €. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2009.