"Wir merken, dass mehr Jugendliche sich anstrengen, um einen Platz im Berufsleben zu finden", berichtet Otto Kentzler, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). In einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung am 27. Dezember 2010 stellt er fest, dass bei den Schulabgängern wieder mehr Leistungsbereitschaft spürbar sei. Und: "Das Handwerk will das Potenzial erschließen, dass wir im Land haben."
Durch die demografische Entwicklung hätte sich in den östlichen Bundesländern innerhalb von zehn Jahren die Zahl der jugendlichen Schulabgänger halbiert, in den westlichen mache sich dieser Trend erst langsam bemerkbar. Allerdings hätte das Handwerk 2011 die große Chance, durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Abschaffung der Wehrpflicht auch höher qualifizierte Jugendliche in größerer Zahl für sich zu gewinnen.
Die jüngste Pisa-Studie habe bestätigt, dass die Schüler und Schülerinnen besser geworden seien. Außerdem mache es sich bemerkbar, dass mehr Jugendliche Bildung und Ausbildung wollten. Die Betriebe müssten allerdings noch manche Schwäche ausbügeln, zum Beispiel durch Nachhilfe. Auch die Bundesländer müssten noch einiges tun, um eine Halbierung der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu erreichen, ein Ziel, dass sie sich selbst gesetzt hätten.