Der jährlich erscheinende OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ liefert aktuelle internationale Vergleichskennzahlen zu zentralen bildungspolitischen Fragen. Unter anderem werden Daten zu Bildungsergebnissen, Bildungsinvestitionen und Bildungsbeteiligung ermittelt und vorgestellt.
Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland unterschiedliche Positionen ein. Bei den Studienanfängern etwa liegt die Anfängerquote mit 36 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 56 Prozent. Bei der Erwerbsquote der Hochschulabsolventen und -absolventinnen liegt Deutschland mit 85,8 Prozent etwas über dem OECD-Niveau von 84,5 Prozent und damit in der oberen Hälfte.
Dass sich Investitionen in Bildung nicht nur für das Individuum, sondern sich auch für die Gesellschaft auszahlen, zeigt sich durch eine Renditerechnung. Hierbei werden die zusätzlichen Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben der besser verdienenden Akademiker/-innen und die geringeren Ausgaben infolge des niedrigeren Arbeitslosigkeitsrisikos der Hochqualifizierten mit den Kosten der öffentlichen Hand verrechnet. Nach OECD-Angaben ergibt dies für Deutschland einen positiven Saldo von 155.000 Euro z.B. für einen männlichen Hochschulabsolventen. Die gesellschaftliche Rendite eines Hochschulstudiums liegt damit bei 12 % und ist in Deutschland höher als in allen anderen betrachteten OECD-Ländern.
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