Am 28. April 2010 verabschiedete das Bundeskabinett den Berufsbildungsbericht 2010, den die Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF), Annette Schavan, vorlegte. Demnach blieb der Ausbildungsmarkt im Ausbildungsjahr 2008/2009 relativ stabil. Am Stichtag, dem 30.09.2009, wurden 566.004 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge gezählt. Das waren 8,2 Prozent weniger als im Jahr 2008. Aus Gründen der demografischen Entwicklung war die Zahl der Jugendlichen, die an einer Ausbildung interessiert waren, zum selben Stichtag aber um 8,8 Prozent gesunken, so dass sich ihre Ausbildungschancen insgesamt nicht verschlechtert haben.
In diesem Rahmen stellte die Ministerin eine neue Initiative des BMBF vor: „Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“, mit der systematische Übergänge zwischen Schule, Übergangssystem und beruflicher Ausbildung geschaffen werden sollen. Bis 2018 sollen dafür rund 775 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
In Zusammenarbeit mit den Ländern und Sozialpartnern soll für Schüler- und Schülerinnen bereits ab der 7. Klasse mit der Berufsorientierung begonnen werden und bis zur durchgängigen individuellen Begleitung von unentschlossenen Jugendlichen bis zu deren Ausbildungsabschluss reichen. Sogenannte Bildungslotsen, bundesweit 3.200 haupt- und ehrenamtliche Berufseinstiegsbegleiter/-innen, sollen über 60.000 Hauptschüler/-innen intensiv betreuen.
Mehr Informationen hierzu
Berufsbildungsbericht 2010 als Download
Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Berufsbildungsbericht 2010