Wie leben die rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland heute? Aus welchen sozialen Schichten kommen sie? Wie finanzieren sie ihr Studium? Wie viele jobben nebenbei, wie viel Zeit wenden sie für das Studium auf? Dies sind nur einige aus einer Vielzahl von Fragen, auf die die 19. Sozialerhebung eine Antwort geben kann. Die Ergebnisse basieren auf mehr als 16.000 Fragebogen, die Studierende aus 210 deutschen Hochschulen im Sommersemester 2009 ausgefüllt haben.
Seit 1951 zeichnen die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks ein Bild der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland.
2009 bestritten Studierende ihren Lebensunterhalt im Durchschnitt mit 812 € im Monat; einem Fünftel der Studierenden stehen weniger als 600 € monatlich zur Verfügung, und 17 % hatten mehr als 1.000 € zur Verfügung. Gemessen am BAföG-Höchstsatz von 648 € ist ein Viertel der Studierenden mit niedrigeren Einkommen ausgestattet.
79 % der Studierenden 2009 studierten in Vollzeit, 21 % de facto in Teilzeit, können also nicht alle notwendigen Veranstaltungen besuchen. Die Erwerbstätigenquote unter Studierenden im Erststudium ist im Jahr 2009 gegenüber 2006 um drei Prozentpunkte auf 66 % gestiegen und liegt damit auf hohem Niveau. Im Schnitt arbeiten Studierende 2009 acht Stunden in der Woche für ihren Lebensunterhalt.
Im Vergleich zu 2006 ist der zeitliche Gesamtaufwand für Studium und Job im Durchschnitt um drei auf nunmehr 44 Wochenstunden angewachsen, ein Niveau, das schon Ende der 1990er Jahre dokumentiert wurde. Die zeitliche Studienbelastung wird von 15 % aller Studierenden als zu hoch eingestuft; unter den Bachelor-Studierenden liegt dieser Anteil bei 19 %.
Die Ergebnisse der 19. Sozialerhebung sind verfügbar unter www.sozialerhebung.de.