In den vergangenen 15 Jahren haben im deutschen Berufsbildungssystem die Schwierigkeiten beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung erheblich zugenommen. Viele Schulabgänger/-innen, vor allem diejenigen, die maximal über einen Hauptschulabschluss verfügen, beginnen inzwischen zunächst einen Bildungsgang im sogenannten Übergangssystem. Dazu gehören berufsvorbereitende Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit, das schulische Berufsvorbereitungsjahr, das Berufsgrundbildungsjahr, die teilqualifizierende Berufsfachschule und die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher. Diese können lediglich eine berufliche Grundbildung vermitteln. Ob sie eine Verbesserung der Ausbildungschancen bringen, hat kürzlich eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung untersucht.
Fazit der Studie ist, dass man keine eindeutige Aussage zugunsten oder gegen die Maßnahmen des Übergangssystems treffen kann. Danach hängt der Erfolg nicht nur ganz stark von der persönlichen Situation jedes Schülers und jeder Schülerin ab, sondern auch von arbeitsmarktpolitischen Erwägungen. Da aber die genannten teilqualifizierenden Bildungsgänge zahlenmäßig beträchtlich an Bedeutung gewonnen haben, gilt das Übergangssystem inzwischen als der dritte Sektor in der beruflichen Ausbildung neben der herkömmlichen dualen Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule und der Berufsausbildung in vollzeitschulischer Form.
Detaillierte Ergebnisse der Studie: