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Duale Studiengänge: Praxisnah und schnell

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In der Datenbank von AusbildungPlus sind mittlerweile mehr als 700 duale Studiengänge erfasst, die von Fachhochschulen, Berufsakademien, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Universitäten angeboten werden. Sie verbinden ein wissenschaftliches Studium an einer Hochschule oder Akademie mit einer Berufsausbildung oder Praxisphasen im Betrieb. Besonderes Merkmal ist die enge inhaltliche und organisatorische Verzahnung von Berufspraxis und Studium. Die praktischen Ausbildungsphasen werden in einem Ausbildungs-, Praktikanten- oder Volontariatsvertrag geregelt. Parallel zur Ausbildung bzw. der praktischen Tätigkeit wird studiert. Bei ausbildungsintegrierenden dualen Studiengängen erreichen die Studierenden innerhalb von drei bis fünf Jahren zwei Abschlüsse: den Berufsabschluss und den Bachelor. Aber auch für die berufliche Weiterbildung eignen sich duale Studiengänge. Durch die Verknüpfung von Berufspraxis und Studieninhalten kann der Studierende in seinem gewohnten Arbeitsumfeld bleiben und seine praktischen Erfahrungen mit theoretischem Fachwissen erweitern.

Das Studienangebot

In den letzten Jahren hat es einen Anstieg bei dualen Studienangeboten gegeben. Vorreiter dieser Angebote waren die baden-württembergischen Berufsakademien in den siebziger Jahren. In den letzten 10 Jahren haben sich insbesondere die Fachhochschulen verstärkt engagiert und ihr Angebot an dualen Studiengängen aufgestockt. Inzwischen gibt es in Deutschland ein flächendeckendes Angebot. Bundesweit sind rund 49.000 Studierende in 712 dualen Studiengängen eingeschrieben, davon circa 47 % an Berufsakademien (Tabelle 1). Insgesamt bestehen mehr als 26.000 Kooperationsbeziehungen zwischen Akademien und Hochschulen auf der einen und Betrieben, die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, auf der anderen Seite. Darunter sind zahlreiche Unternehmen, die über Angebote in mehreren Studiengängen verfügen.

 

Tabelle 1: Anbieter von dualen Studiengängen

Anbieter Studiengänge Unternehmen Azubis /Studierende
Berufsakademien

333

19.213

31.379

Fachhochschulen

328

5.946

15.583

Universitäten

24

247

546

Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien

27

715

1.288

Insgesamt

712

26.121

48.796

 

Die inhaltliche Bandbreite bei den dualen Studiengängen ist groß: die meisten dualen Studienangebote gibt es im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften (Tabelle 2). Mehr als die Hälfte der Studierenden ist in diesem Fachbereich eingeschrieben. Hier überwiegt die Kombination von BWL-Studium und kaufmännischer Ausbildung. Dabei können die Studierenden zwischen vielen verschiedenen Studienrichtungen wie z. B. Banklehre, Medienwirtschaft, Gesundheitsmanagement, Logistik oder Wirtschaftsrecht wählen. Die Spezialisierung erfolgt in Absprache mit dem Unternehmen entsprechend den Schwerpunkten der Ausbildung und der Betriebstätigkeit.

 

Tabelle 2: Duale Studiengänge nach Fachbereichen

Fachbereiche Studiengänge Azubis / Studierende
Wirtschaftswissenschaften

313

27.164

Ingenieurwesen

240

12.684

Informatik

108

5.603

Wirtschaftsingenieurwesen

26

1.415

Sozialwesen

23

1.718

Mathematik

1

210

Architektur

1

2

Insgesamt

712

48.796

 
Rund ein Drittel der Studienangebote stammt aus dem Fachbereich Ingenieurwesen. Auch hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich auf unterschiedliche Fachrichtungen oder Schwerpunkte zu spezialisieren: angeboten werden z. B. Mechatronik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik und Bauingenieurwesen. Das Studium kann mit einer IT-, gewerblich-technischen oder kaufmännischen Ausbildung verknüpft werden. Es gibt in diesem Fachbereich aber auch spezielle Studienangebote für Auszubildende im Handwerk, z. B. das kooperative Studium Holztechnik für Tischlerlehrlinge.
Darüber hinaus gibt es weitere duale Studienangebote in den Fachbereichen Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen sowie im Fachbereich Sozialwesen. Inzwischen gibt es sogar einen dualen Studiengang Mathematik an der Fachhochschule Aachen sowie einen dualen Studiengang Architektur an der Fachhochschule Nürnberg.